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The Piper At The Gates Of Dawn 1967
A Saucerful Of Secrets 1968
Ummagumma 1969
More 1969
Atom Heart Mother 1970
Meddle 1971
Obscured By Clouds 1972
Dark Side Of The Moon 1973
Wish You Were Here 1975
Animals 1977
The Wall 1979
The Final Cut 1983
A Momentary Lapse Of Reason 1987
The Division Bell 1994
Pulse 1995 (Live)
The Endless River 2014
- Atom Heart Mother (Mason, Gilmour, Waters, Wright & Geesin) – 23:39 min
- Father’s Shout – 5:25 min
- Breast Milky – 4:47 min
- Mother Fore – 5:16 min
- Funky Dung – 2:20 min
- Mind Your Throats Please – 1:57 min
- Remergence – 3:54 min
- If (Waters) – 4:30 min
- Summer ’68 (Wright) – 5:28 min
- Fat Old Sun (Gilmour) – 5:23 min
- Alan’s Psychedelic Breakfast (Waters, Mason, Gilmour & Wright) – 13:00 min
- Rise and Shine – 4:29 min
- Sunny Side up – 3:49 min
- Morning Glory – 4:42 min
Atom Heart Mother ist das am 10. Oktober 1970 erschienene fünfte Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es war das erste Album der Band, das speziell für Quadrophonie aufgenommen wurde, und war damit für weitere Arbeiten Pink Floyds in dieser Hinsicht wegweisend.
Entstehung
Das Album wurde von Februar bis August 1970 in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen.
Das fast 24 Minuten lange Titelstück Atom Heart Mother war die bis dahin längste und wohl ambitionierteste Komposition der Band. Es basierte größtenteils auf instrumentalen Passagen, die im Vorfeld komponiert worden waren (wie der Akkordfolge Theme for an Imaginary Western, das das Hauptthema der Suite darstellte), und nun zu einem einzelnen Stück kombiniert wurden. Nach Aufnahme von Atom Heart Mother in klassischer Pink-Floyd-Besetzung (Gitarre, Keyboards, Bass und Schlagzeug) engagierte man den Komponisten und Arrangeur Ron Geesin, um eine orchestrale Begleitung anzufertigen. Geesin beschrieb das als „verdammt viel Arbeit“, da kein Pink-Floyd-Mitglied in der Lage war, Noten zu lesen oder genau zu formulieren, was man eigentlich von seinem Arrangement erwartete.
Geesin schrieb Arrangements jeweils für eine Blechbläser-Sektion, ein Cello und auch für einen 16-köpfigen Chor. Bei den Aufnahmen kam es zu Auseinandersetzungen mit den Studiomusikern, welche laut Geesin „uninspiriert“ spielten, weshalb Chorleiter John Alldis die Orchesterführung übernahm.[2]
Auch beim Zusammenfügen der verschiedenen Aufnahmen gab es Probleme: Da Waters und Mason gezwungen waren, das gesamte Stück in einem einzigen Take aufzunehmen (um Tonbänder zu sparen), kam es zu deutlichen Temposchwankungen. Weiter resultierten unterschiedliche Auslegungen von Masons eigens kreierter Schlagzeug-Notation darin, dass der Chor auf der Aufnahme um einen Schlag später einsetzte, als Geesin ursprünglich geplant hatte. Dieser Fehler wurde erst über 35 Jahre später korrigiert, als Geesin bei Live-Aufführungen sowohl die veröffentlichte als auch alternativ die originale Version spielen ließ.
Der Arbeitstitel des Liedes lautete während der Aufnahmen und erster Live-Auftritte zunächst Untitled Epic, dann The Amazing Pudding. Als sich die Band bei einer Radioaufnahme bei BBC Radio 1 allerdings nicht im Klaren darüber war, wie Moderator John Peel das Stück ankündigen sollte, schlug Ron Geesin vor, in einer herumliegenden Ausgabe des Evening Standards nach einem Titel zu suchen. Dort fand sich ein Artikel über eine Mutter mit einem nuklear betriebenen Herzschrittmacher, überschrieben mit „Atom heart mother named“.[4][2] Danach entschied man, auch das komplette, noch in Produktion befindliche, Album so zu benennen.
Im Jahr 1994 erschien eine neu gemasterte CD des Albums.
Inhalt
Das Titelstück, die Suite Atom Heart Mother, ist das längste ungeschnittene Musikstück Pink Floyds, da das ursprünglich noch längere Shine On You Crazy Diamond für die Veröffentlichung geteilt wurde – zu Beginn und zum Ende des Albums Wish You Were Here.
Weiter enthält das Album drei Stücke, die jeweils von einem Bandmitglied federführend komponiert wurden: Roger Waters schrieb eine bukolisch-folkige Ballade mit dem Titel If, die er in späteren Jahren auf seinen Solokonzerten zur Radio-KAOS-Tour spielte. Rick Wright schrieb das Stück Summer '68, in dem er sich kritisch mit dem Rock-'n-Roll-Lebensstil der Band auseinandersetzte. David Gilmour steuerte Fat Old Sun bei, das bis 1971 oft bei Konzerten aufgeführt wurde und auch auf Gilmours Live-DVDs In Concert (2002), Remember That Night (2007), Live in Gdansk (2008) und Live at Pompeii (2017) zu hören ist.
Das Album schließt mit dem dreizehnminütigen instrumentalen Alan's Psychedelic Breakfast, einem experimentellen, avantgardistischen Stück, durch das der Roadie Alan Styles geehrt werden sollte und in dem dieser auch sporadisch durch verschiedene Geräusche zu hören ist.
Bei den Erstausgaben des Albums hört man auf der Auslaufrille einen tropfenden Wasserhahn am Ende des letzten Titels, mit dem dieser Titel auch beginnt. Das Tropfen läuft weiter, bis der Plattenspieler abgestellt wird.
Cover
Das originale Albumcover zeigt auf der Vorder- und Rückseite lediglich Kühe auf einer Weide ohne Text oder sonstige Hinweise darauf, was das Album enthält. Das Cover wurde von der Londoner Designergruppe Hipgnosis gestaltet. Die Band erklärte, das sei eine Reaktion auf das „Space-Rock“-Image, das sich zu dieser Zeit um Pink Floyd rankte. Die Band wolle nicht auf einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Optik festgelegt werden, weshalb sie für dieses Album um ein einfaches Cover bat. Am Ende einigte man sich auf das Bild einer Kuh auf einer Weide.
LP-Cover "Atom Heart Mother" 1970


