Pink Floyd Alben
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The Piper At The Gates Of Dawn 1967
- Astronomy Domine (Barrett) – 4:12 min
- Lucifer Sam (Barrett) – 3:07 min
- Matilda Mother (Barrett) – 3:08 min
- Flaming (Barrett) – 2:46 min
- Pow R. Toc H. (Barrett/Waters/Wright/Mason) – 4:26 min
- Take Up Thy Stethoscope and Walk (Waters) – 3:05 min
- Interstellar Overdrive (Barrett/Waters/Wright/Mason) – 9:41 min
- The Gnome (Barrett) – 2:13 min
- Chapter 24 (Barrett) – 3:42 min
- The Scarecrow (Barrett) – 2:11 min
- Bike (Barrett) – 3:21 min
Gesamtspielzeit: 41:52 min
The Piper at the Gates of Dawn ist das Debütalbum der britischen Band Pink Floyd. Die LP wurde am 4. August 1967 veröffentlicht und erreichte Platz 6 der britischen Charts.
Allgemeines
Die Aufnahmen zu dem Album fanden von Februar bis Juni 1967 in den Londoner Abbey Road Studios statt. Es ist das einzige Album, das komplett unter der musikalischen Regie des früheren Bandmitglieds und eigentlichen Gründers von Pink Floyd Syd Barrett entstanden ist. Gitarrist David Gilmour stieß erst 1968 zur Band.
Die Texte des Albums reichen von kindlich-naiven Erzählungen von Vogelscheuchen, Zwergen oder einem Fahrrad bis hin zu futuristischen Visionen des Weltalls. Das wird begleitet von oftmals sphärischer Musik, die die Grundlage für das psychedelische Image der frühen Pink Floyd wurde.
Die Lieder entstanden teilweise in Zusammenarbeit mit dem Architekten und Künstler Mike Leonard. Er bat Pink Floyd, seine Kunstausstellungen, in denen er mit Leuchtobjekten und Lichtprojektionen experimentierte, live mit improvisierter Musik zu unterlegen. Entsprechend wurden auch bei späteren Auftritten von Pink Floyd die Lieder oft verlängert, um Raum für ausgedehnte Improvisationen zu schaffen.
Der Titel des Albums bezieht sich auf den 1908 von Kenneth Grahame veröffentlichten englischen Kinderbuchklassiker Der Wind in den Weiden, dessen siebtes Kapitel die Überschrift „The Piper at the Gates of Dawn“ („Der Pfeifer an den Toren der Morgendämmerung“) trägt. In ihm sind die Wasserratte und der Maulwurf auf der Suche nach einem verirrten Tier und machen dabei eine religiöse Erfahrung:
“This is the place of my song-dream, the place the music played to me, whispered the Rat, as if in a trance. Here, in this holy place, here if anywhere, surely we shall find Him!”
„Hier hatte ich meinen Lied-Traum, das ist der Ort, an dem ich die Musik hörte, flüsterte die Ratte wie in Trance. Hier, an diesem heiligen Ort, wenn überhaupt irgendwo, hier werden wir IHN sicherlich finden!“
Rezeption
Steve Huey verlieh dem Album in Allmusic die Höchstbewertung von fünf Sternen und schrieb, auch wenn Barretts Texte und Melodien größtenteils verspielt und humorvoll sind, spiegele die Musik der Band diese Gefühle nicht immer wider – zusätzlich zu Rick Wrights unheimlicher Orgelarbeit kämen Dissonanzen, Chromatik, seltsame Geräusche und Stimmeffekte zum Einsatz. Dies erwecke den Eindruck von Chaos und Verwirrung, die unter der hellen Oberfläche lauern. „The Piper at the Gates of Dawn“ fange erfolgreich beide Seiten des psychedelischen Experimentierens ein – die Freuden der Erweiterung des eigenen Geistes und der eigenen Wahrnehmung und die zugrunde liegende Bedrohung durch psychische Störungen und sogar Wahnsinn; diese Dualität mache das Album angesichts von Barretts anschließendem Zusammenbruch umso überzeugender, sodass man es zu den besten psychedelischen Alben aller Zeiten zählen kann.
Im Jahre 2003 wurde das Album vom Rolling-Stone-Magazin bei der Wahl der 500 besten Alben aller Zeiten auf Platz 347 gewählt, und im Juli 2010 listete die britische Musikzeitschrift Classic Rock das Album als eines der 50 Musikalben, die den Progressive Rock prägten.
A Saucerful Of Secrets 1968
- Let There Be More Light (Waters) – 5:38 min
- Remember A Day (Wright) – 4:33 min
- Set The Controls For The Heart Of The Sun (Waters) – 5:28 min
- Corporal Clegg (Waters) – 4:13 min
- A Saucerful of Secrets (Waters/Wright/Mason/Gilmour) – 11:52 min
- Something Else – 3:59 min
- Syncopated Pandemonium – 3:03 min
- Storm Signal – 1:37 min
- Celestial Voices – 3:13 min
- See-Saw (Wright) – 4:36 min
- Jugband Blues (Barrett) – 3:00 min
A Saucerful of Secrets ist das zweite Album der britischen Rockband Pink Floyd. Aufgenommen in den Abbey Road Studios von EMI in London von Oktober 1967 bis April 1968, wurde das Album am 28. Juni 1968 veröffentlicht. Aus kommerzieller Sicht war das Album weniger erfolgreich als sein Vorgänger The Piper at the Gates of Dawn: In den britischen Charts schaffte das Album lediglich Platz 9, in den USA ist es bis heute das einzige Pink-Floyd-Album, das die Charts nie erreichte.
Einordnung und Hintergründe
In die Entstehungszeit des Albums fällt die starke Zunahme der psychischen Probleme des Bandgründers, Leadgitarristen und Sängers Syd Barrett. Besonders deutlich wurde dies bei den letzten mit Barrett eingespielten und von diesem komponierten Songs Scream Thy Last Scream und Vegetable Man, die die Band für ungeeignet für das Album hielt und die erst 2018 offiziell veröffentlicht wurden. Da Barrett immer unzuverlässiger und unberechenbarer wurde, beschlossen die restlichen Musiker, einen zweiten Gitarristen in die Band zu holen. Die Wahl fiel zunächst auf den Musiker Jeff Beck, dessen Engagement sich jedoch als zu kostspielig herausstellte. Daraufhin wurde David Gilmour gefragt. Gilmour, ein alter Freund der Band und speziell von Barrett, trat der Band während der laufenden Aufnahmen zu A Saucerful of Secrets im Januar 1968 zuerst als Unterstützung, später als Ersatz Barretts bei. In späteren Interviews erinnerten sich die Bandmitglieder daran, dass man sich anfangs nicht von Barrett trennen wollte. Zunächst war geplant, mit fünf Musikern weiterzumachen. In Situationen, in denen Barrett offensichtlich nicht in der Verfassung war, ein Konzert zu spielen oder eine Aufnahme zu machen, habe man ihn jedoch vorsichtshalber zu Hause gelassen. Irgendwann sei die Band von vornherein ohne Barrett zu Auftritten gefahren, was die Situation mit der Zeit für alle offensichtlich werden ließ. Die letzten Aufnahmen zu A Saucerful of Secrets wurden daher komplett von Gilmour eingespielt. Offiziell wurde am 6. April 1968 die Trennung von Pink Floyd und Syd Barrett bekannt gegeben.
Auf A Saucerful of Secrets hört man im Titel Corporal Clegg zum ersten Mal den Drummer Nick Mason als Sänger. Da die Musiker die Aufnahme im Nachhinein nicht für gelungen hielten, verzichtete Mason bei den späteren Alben weitgehend auf Leadgesang.
Das Albumcover war die erste Arbeit von Hipgnosis. Pink Floyd waren nach den Beatles die zweite Band, der von EMI das Recht eingeräumt wurde, einen eigenen Designer zu engagieren.
Quelle: Wikipedia
Ummagumma 1969
LP 1 (Livealbum)
- Seite A:
- Astronomy Domine (Barrett), Gesang: Gilmour/Wright – 8:28 min
- Careful with That Axe, Eugene (Waters, Wright, Mason, Gilmour), Gesang: Waters – 8:47 min
- Seite B:
- Set the Controls for the Heart of the Sun (Waters), Gesang: Waters – 9:22 min
- A Saucerful of Secrets (Waters, Wright, Mason, Gilmour), Gesang: Gilmour – 12:49 min
- Something Else – 3:57 min
- Syncopated Pandemonium – 3:19 min
- Storm Signal – 2:58 min
- Celestial Voices – 2:35 min
LP 2 (Studioalbum)
- Seite A:
- Sysyphus [Part I–IV] (Wright) – 13:17 min
- Grantchester Meadows (Waters), Gesang: Waters – 7:28 min
- Several Species of Small Furry Animals Gathered Together in a Cave and Grooving with a Pict (Waters), Stimme: Waters – 4:57 min
- Seite B:
- The Narrow Way [Part 1–3] (Gilmour), Gesang: Gilmour – 12:14 min
- The Grand Vizier’s Garden Party (Mason) – 8:45 min
- Part I (Entrance) – 0:59 min
- Part II (Entertainment) – 7:06 min
- Part III (Exit) – 0:40 min
Ummagumma ist die vierte Langspielplatte der britischen Rockband Pink Floyd. Das Doppelalbum wurde am 25. Oktober 1969 veröffentlicht, wenige Monate nach dem Soundtrack von More. Das Wort Ummagumma ist ein Slangwort aus Cambridge für Geschlechtsverkehr.
Musik
Das Doppelalbum umfasst einen Live- und einen Studioteil. Der Live-Teil besteht aus vier Aufnahmen, die im College of Commerce (Manchester) und im Mother’s Club (Birmingham) aufgenommen wurden. Es war bis 1988 die einzige offizielle Liveaufnahme von Pink Floyd. Im Studioteil wurde jedem Bandmitglied eine halbe LP-Seite eingeräumt, die es mit eigenen Kompositionen und zumeist ohne die Mitwirkung der anderen füllte.
Der Bassist Roger Waters lieferte mit Grantchester Meadows eine nur mit einer Akustikgitarre begleitete Folkballade ab, verfremdet durch Vogelgezwitscher und das Gebrumm einer Stubenfliege, die am Ende des Stücks klatschend erschlagen wird. Waters’ avantgardistisches Several Species of Small Furry Animals Gathered Together in a Cave and Grooving with a Pict ist das Stück mit dem längsten Titel der Gruppe und bot Musique concrète, eine melodiefreie Geräuschcollage.
Die dreiteilige Suite The Narrow Way von David Gilmour entsprach weitgehend dem konventionellen Psychedelic Rock, den die Band auf den vorigen Alben geboten hatte.
Die anderen Bandmitglieder schrieben wesentlich avantgardistischer. Richard Wrights vierteiliges Werk Sysyphus erinnerte den Rezensenten der Musikzeitschrift Sounds sowohl an die atonale Musik des französisch-amerikanischen Komponisten Edgar Varèse (1883–1965) als auch an die Free-Jazz-Improvisationen des Pianisten Cecil Taylor.
Nick Masons Suite The Grand Vizier’s Garden Party bot ein mehrminütiges Percussionssolo, das von zwei kürzeren melodiösen Flötenpassagen eingerahmt wurde, die von Lindy Mason, der Frau des Schlagzeugers, gespielt wurden. Verschiedentlich wird – von Mason unbestätigt – behauptet, Masons Suite sei von Karlheinz Stockhausens (1928–2007) Werk Kontakte beeinflusst.
Alle vier Bandmitglieder benutzten elektronische Instrumente, Loops, rückwärts abgespielte Tonbänder, Stereoeffekte und weitere technische Spielereien auf der Höhe der Möglichkeiten der damaligen Zeit. Auch verwendete Wright seinen Flügel auf unkonventionelle Weise, indem er die Saiten eines Flügels direkt, ohne die Tasten zu benutzen, spielte.
Quelle: Wikipedia
More 1969
- Cirrus Minor (Waters) – 5:18 min
- The Nile Song (Waters) – 3:26 min
- Crying Song (Waters) – 3:33 min
- Up The Khyber (Mason/Wright) – 2:12 min
- Green Is The Colour (Waters) – 2:58 min
- Cymbaline (Waters) – 4:50 min
- Party Sequence (Waters/Wright/Gilmour/Mason) – 1:07 min
- Main Theme (Waters/Wright/Gilmour/Mason) – 5:28 min
- Ibiza Bar (Waters/Wright/Gilmour/Mason) – 3:19 min
- More Blues (Waters/Wright/Gilmour/Mason) – 2:12 min
- Quicksilver (Waters/Wright/Gilmour/Mason) – 7:13 min
- A Spanish Piece (Gilmour) – 1:05 min
- Dramatic Theme (Waters/Wright/Gilmour/Mason) – 2:15 min
4, 7, 8, 10, 11, 13 sind instrumental.
Music From the Film More (oft einfach More genannt) ist ein Album der Gruppe Pink Floyd und gleichzeitig der Soundtrack zum Film More – mehr – immer mehr von Barbet Schroeder mit Mimsy Farmer, Klaus Grünberg und Heinz Engelmann.
Hintergrund
Aufgenommen im März 1969 in nur acht Tagen und veröffentlicht am 27. Juli 1969, war More Pink Floyds erster vollständiger Soundtrack zu einem Film. Es war auch das erste Album gänzlich ohne Syd Barrett. Zum ersten Mal tauchen auch folkige Stücke auf, wie zum Beispiel Green is the Colour, später wiesen Stücke wie Fat Old Sun oder If einen ähnlichen Stil auf.
Die Stücke sind zum Teil Aufnahmen von bereits für den Film komponierter Musik, die Pink Floyd nach dem ersten Sehen der Rohfassung des Films neu interpretierten. Manchen Stücken merkt man an, dass sie nur als Szenenuntermalung gedacht sind. Einige Stücke (zum Beispiel Cymbaline) wurden von Pink Floyd auch bei Konzerten gespielt.
Die Band betrachtete die Arbeit an dem Soundtrack rückblickend als angenehme Abwechslung zur bisherigen Vorgehensweise, da ihre Plattenfirma EMI die Musik zu More als Spezialprojekt erachtete und der Band freie Hand ließ.
Quelle: Wikipedia
Atom Heart Mother 1970
- Atom Heart Mother (Mason, Gilmour, Waters, Wright & Geesin) – 23:39 min
- Father’s Shout – 5:25 min
- Breast Milky – 4:47 min
- Mother Fore – 5:16 min
- Funky Dung – 2:20 min
- Mind Your Throats Please – 1:57 min
- Remergence – 3:54 min
- If (Waters) – 4:30 min
- Summer ’68 (Wright) – 5:28 min
- Fat Old Sun (Gilmour) – 5:23 min
- Alan’s Psychedelic Breakfast (Waters, Mason, Gilmour & Wright) – 13:00 min
- Rise and Shine – 4:29 min
- Sunny Side up – 3:49 min
- Morning Glory – 4:42 min
Atom Heart Mother ist das am 10. Oktober 1970 erschienene fünfte Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es war das erste Album der Band, das speziell für Quadrophonie aufgenommen wurde, und war damit für weitere Arbeiten Pink Floyds in dieser Hinsicht wegweisend.
Entstehung
Das Album wurde von Februar bis August 1970 in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen.
Das fast 24 Minuten lange Titelstück Atom Heart Mother war die bis dahin längste und wohl ambitionierteste Komposition der Band. Es basierte größtenteils auf instrumentalen Passagen, die im Vorfeld komponiert worden waren (wie der Akkordfolge Theme for an Imaginary Western, das das Hauptthema der Suite darstellte), und nun zu einem einzelnen Stück kombiniert wurden. Nach Aufnahme von Atom Heart Mother in klassischer Pink-Floyd-Besetzung (Gitarre, Keyboards, Bass und Schlagzeug) engagierte man den Komponisten und Arrangeur Ron Geesin, um eine orchestrale Begleitung anzufertigen. Geesin beschrieb das als „verdammt viel Arbeit“, da kein Pink-Floyd-Mitglied in der Lage war, Noten zu lesen oder genau zu formulieren, was man eigentlich von seinem Arrangement erwartete.
Geesin schrieb Arrangements jeweils für eine Blechbläser-Sektion, ein Cello und auch für einen 16-köpfigen Chor. Bei den Aufnahmen kam es zu Auseinandersetzungen mit den Studiomusikern, welche laut Geesin „uninspiriert“ spielten, weshalb Chorleiter John Alldis die Orchesterführung übernahm.
Auch beim Zusammenfügen der verschiedenen Aufnahmen gab es Probleme: Da Waters und Mason gezwungen waren, das gesamte Stück in einem einzigen Take aufzunehmen (um Tonbänder zu sparen), kam es zu deutlichen Temposchwankungen. Weiter resultierten unterschiedliche Auslegungen von Masons eigens kreierter Schlagzeug-Notation darin, dass der Chor auf der Aufnahme um einen Schlag später einsetzte, als Geesin ursprünglich geplant hatte. Dieser Fehler wurde erst über 35 Jahre später korrigiert, als Geesin bei Live-Aufführungen sowohl die veröffentlichte als auch alternativ die originale Version spielen ließ.
Der Arbeitstitel des Liedes lautete während der Aufnahmen und erster Live-Auftritte zunächst Untitled Epic, dann The Amazing Pudding. Als sich die Band bei einer Radioaufnahme bei BBC Radio 1 allerdings nicht im Klaren darüber war, wie Moderator John Peel das Stück ankündigen sollte, schlug Ron Geesin vor, in einer herumliegenden Ausgabe des Evening Standards nach einem Titel zu suchen. Dort fand sich ein Artikel über eine Mutter mit einem nuklear betriebenen Herzschrittmacher, überschrieben mit „Atom heart mother named“. Danach entschied man, auch das komplette, noch in Produktion befindliche, Album so zu benennen.
Im Jahr 1994 erschien eine neu gemasterte CD des Albums.
Inhalt
Das Titelstück, die Suite Atom Heart Mother, ist das längste ungeschnittene Musikstück Pink Floyds, da das ursprünglich noch längere Shine On You Crazy Diamond für die Veröffentlichung geteilt wurde – zu Beginn und zum Ende des Albums Wish You Were Here.
Weiter enthält das Album drei Stücke, die jeweils von einem Bandmitglied federführend komponiert wurden: Roger Waters schrieb eine bukolisch-folkige Ballade mit dem Titel If, die er in späteren Jahren auf seinen Solokonzerten zur Radio-KAOS-Tour spielte. Rick Wright schrieb das Stück Summer '68, in dem er sich kritisch mit dem Rock-'n-Roll-Lebensstil der Band auseinandersetzte. David Gilmour steuerte Fat Old Sun bei, das bis 1971 oft bei Konzerten aufgeführt wurde und auch auf Gilmours Live-DVDs In Concert (2002), Remember That Night (2007), Live in Gdansk (2008) und Live at Pompeii (2017) zu hören ist.
Das Album schließt mit dem dreizehnminütigen instrumentalen Alan's Psychedelic Breakfast, einem experimentellen, avantgardistischen Stück, durch das der Roadie Alan Styles geehrt werden sollte und in dem dieser auch sporadisch durch verschiedene Geräusche zu hören ist.
Bei den Erstausgaben des Albums hört man auf der Auslaufrille einen tropfenden Wasserhahn am Ende des letzten Titels, mit dem dieser Titel auch beginnt. Das Tropfen läuft weiter, bis der Plattenspieler abgestellt wird.
Cover
Das originale Albumcover zeigt auf der Vorder- und Rückseite lediglich Kühe auf einer Weide ohne Text oder sonstige Hinweise darauf, was das Album enthält. Das Cover wurde von der Londoner Designergruppe Hipgnosis gestaltet. Die Band erklärte, das sei eine Reaktion auf das „Space-Rock“-Image, das sich zu dieser Zeit um Pink Floyd rankte. Die Band wolle nicht auf einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Optik festgelegt werden, weshalb sie für dieses Album um ein einfaches Cover bat. Am Ende einigte man sich auf das Bild einer Kuh auf einer Weide.
Quelle: Wikipedia
Meddle 1971
A-Seite:
- One of These Days (Waters—Wright—Mason—Gilmour) – 5:58 >>> Video
- A Pillow of Winds (Waters—Gilmour) – 5:17
- Fearless (Waters—Gilmour) – 6:08
- San Tropez (Waters) – 3:43
- Seamus (Waters—Wright—Mason—Gilmour) – 2:16
B-Seite:
- Echoes (Waters—Wright—Mason—Gilmour) – 23:31 >>> Video
Meddle ist das sechste Studioalbum der englischen Rockband Pink Floyd, das am 30. Oktober 1971 in den USA und am 5. November 1971 in Europa veröffentlicht wurde. Es markiert den Übergang der Band vom psychedelischen Rock zum Artrock bzw. Progressive Rock. Das Album schneidet kommerziell gesehen schlechter ab als der Vorgänger Atom Heart Mother, wird aber von der Gruppe selbst und den meisten Fachleuten als stilistisch wichtiger erachtet.
Bedeutung
Meddle gilt als musikalisch geschlossener verglichen mit dem Vorgängeralbum Atom Heart Mother, auch wenn sich die einzelnen Titel stilistisch sehr unterscheiden. Es enthält einige Motive, die in den späteren Alben The Dark Side of the Moon und Wish You Were Here wieder auftauchen, wie das Windgeräusch beim Übergang vom ersten zum zweiten Stück.
Während es bei den Vorgängeralben noch üblich war, dass einzelne Mitglieder der Gruppe alleine ein Lied schrieben, änderte sich das bei Meddle. San Tropez ist das einzige Stück, das nur noch eine Person als Urheber trägt. Das lag laut Schlagzeuger Mason daran, dass sie festgestellt hatten, dass die Lieder, die von der gesamten Band geschrieben wurden, meist die besten waren.
Auffallend gegenüber den Vorgängeralben ist der wachsende Einfluss von Gitarrist David Gilmour, der die meisten Stücke singt. Die Harmonik des Albums ist in A Pillow of Winds, Echoes und San Tropez ausgefeilter und der psychedelisch-experimentelle Anteil wird gegenüber den Vorgängeralben sparsamer eingesetzt. Die Klangexperimente im Mittelteil von Echoes verweisen auf die Vorgängeralben A Saucerful of Secrets und Ummagumma.
Musik
Den Auftakt von Meddle bildet One of These Days, welches mit Windrauschen beginnt. Ab Minute 0:35 setzen nacheinander zwei E-Bässe ein, die von Roger Waters und David Gilmour gespielt und über ein Binson Echorec verzerrt werden. Der einzige Text des Stücks, gesprochen im Mittelteil von Nick Mason und stark verlangsamt und verfremdet, lautet “One of these days I’m going to cut you into little pieces” (dt.: „Eines Tages werde ich dich in kleine Stücke zerschneiden“).
Das zweite Stück A Pillow of Winds ist im Gegensatz zu One of these Days sehr ruhig. Den Gesang übernimmt Gilmour, während er durch zahlreiche Gitarren einen Klangteppich erzeugt. Es ist eines der wenigen Liebeslieder der Gruppe.
Das dritte Stück Fearless ist etwas lebhafter als A Pillow of Winds und beinhaltet neben Gilmours Gesangsparts auch Fangesänge des Stückes You’ll Never Walk Alone, interpretiert von Fans des Fußballvereins FC Liverpool. Der Text spielt deutlich auf den psychischen Verfall des Gründungsmitgliedes Syd Barrett an und nimmt so spätere Stücke auf Dark Side of the Moon, Wish You Were Here und The Wall vorweg.
Das schwungvolle San Tropez hat Ähnlichkeiten mit dem Gypsy-Jazz der 1920er und 1930er Jahre, wie ihn Joe Venuti, Stéphane Grappelli und Django Reinhardt erfanden.
Über die gesamte Länge des letzten Stücks der A-Seite Seamus, einem Blues, legte Pink Floyd Aufnahmen vom Jaulen und Bellen des namengebenden Hundes, der dem Gitarristen Steve Marriott gehörte. Für Pink Floyd: Live at Pompeii wurde das Konzept mit einem anderen Hund wiederholt.
Das letzte Stück des Albums ist Echoes und nimmt mit 23:31 Minuten die gesamte B-Seite von Meddle ein. Es beginnt mit einem echolotähnlichen Ton, den Richard Wright über einen Leslie-Lautsprecher verfremdet auf einem Flügel spielt. Dadurch bekommt der Ton, ein dreigestrichenes h, einen Tremolo-Effekt, der zuvor schon von den Beatles benutzt wurde. Meddle endet, wie es angefangen hat, mit Windgeräuschen.
Einige Kritiker meinen, dass Pink Floyd durch Echoes endgültig ihren Stil gefunden hätten.
Veröffentlichung
Meddle wurde zuerst am 30. Oktober 1971 in den USA und sechs Tage später, am 5. November 1971, in Europa veröffentlicht. Das Album wurde 1992, 2008 und 2011 auf CD remastert und 2014 sowie 2016 neu auf Vinyl aufgelegt. Die Kompilation Echoes: The Best of Pink Floyd von 2001 wurde nach dem Lied Echoes benannt.
Quelle: Wikipedia
Obscured By Clouds 1972
Seite 1
- Obscured by Clouds (Waters – Gilmour) – 3:03
- When You’re In (Waters—Gilmour—Mason—Wright) – 2:30
- Burning Bridges (Wright—Waters) – 3:29
- The Gold It’s in the ... (Waters—Gilmour) – 3:07
- Wot’s … Uh the Deal (Waters—Gilmour) – 5:08
- Mudmen (Wright—Gilmour) – 4:20
Seite 2
- Childhood’s End (Gilmour) – 4:31
- Free Four (Waters) – 4:15
- Stay (Wright—Waters) – 4:05
- Absolutely Curtains (Waters—Gilmour—Wright—Mason) – 5:52
Quelle: Wikipedia
Dark Side Of The Moon 1973
- Speak To Me - 1:11 min
- Breathe - 2:47 min
- On The Run - 3:36 min
- Time - 7:01 min >>> Video
- The Great Gig In The Sky - 4:47 min
- Money - 6:22 min >>> Video
- Us And Them - 7:46 min
- Any Colour You Like - 3:25 min
- Brain Damage - 3:48 min
- Eclipse - 2:03 min
The Dark Side of the Moon (auch Dark Side of the Moon) ist das achte Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Das Konzeptalbum erschien 1973, zählt mit über 50 Millionen verkauften Einheiten zu den weltweit meistverkauften Musikalben und wurde zum Dauerbrenner in den internationalen Albumcharts.
Entstehung
Die Idee kam dem Bassisten Roger Waters bereits im Herbst 1971. Seine Erfahrungen mit dem Niedergang des einstigen Pink-Floyd-Mitglieds Syd Barrett schuf den thematischen Rahmen: Was kann sensible Menschen in den Wahnsinn treiben? Waters wollte zeigen, wie seiner Meinung nach anonyme Machtstrukturen wie Geld oder Zeit Menschen zerstören können. Auch ernüchternde Erfahrungen mit dem Musikbusiness und der Verlust einer Utopie, an die etwa noch die Hippiegeneration glaubte, färbten auf die Texte ab. Dies entsprach dem damaligen Zeitgeist: Wichtige Vordenker der 1968er wie Herbert Marcuse hatten einen engen Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Strukturen und psychischer Gesundheit propagiert; Begriffe wie Entfremdung oder Verdrängung waren en vogue. Nach den Unruhen um 1968 zogen sich viele ihrer Protagonisten aus der Öffentlichkeit in eine neue Innerlichkeit zurück. In der Popmusik der Zeit wurden diese Entwicklungen reflektiert; John Lennon verarbeitete seine Psychotherapie etwa auf seinem Urschrei-Album.
Da die Band Medicine Head kurz zuvor ebenfalls ein Album namens Dark Side of the Moon herausgebracht hatte, gab es Überlegungen, das Pink-Floyd-Werk Eclipse zu nennen. Erst als die Medicine-Head-Veröffentlichung erfolglos blieb, wurde der ursprüngliche Albumtitel beibehalten. Er ist eine Textzeile aus Brain Damage, dem vorletzten Song des Albums.
Teile des Materials zu The Dark Side of the Moon wurden erstmals am 20. Januar 1972 im „The Dome“ in Brighton vorgestellt, wegen technischer Probleme musste die Band jedoch nach Money ihren Auftritt beenden. Ein Mitschnitt des vollständigen Konzertes vom 17. Februar 1972 kam unter dem Titel Live – The Best Of Tour 72 als Raubpressung in den Handel. Perfektioniert zum geschlossenen Album-Zyklus sollte es bis zum Juli 1975 in kompletter LP-Länge auf jedem Pink-Floyd-Konzert gespielt werden.
Das Album wurde in den Londoner Abbey Road Studios von Juni 1972 bis Januar 1973 aufgenommen. Toningenieur war der damals erst 23-jährige Alan Parsons, der vorher schon an Produktionen der Beatles beteiligt gewesen war. Trotz des enormen kommerziellen Erfolgs erhielt The Dark Side Of The Moon nur eine Grammy-Nominierung: für Alan Parsons in der Kategorie „Best Engineered Recording“. Neben den Gruppenmitgliedern wirkten mit: Dick Parry (Saxophon auf Money und Us and Them), Clare Torry (Gesang auf The Great Gig in the Sky) sowie Doris Troy, Lesley Duncan, Liza Strike, Barry St. John (alle Backing Vocals). Außerdem sind kurze Fragmente aus Interviews enthalten, die Roger Waters mit zufällig Anwesenden geführt hat, insbesondere Studiomitarbeitern und Musikern von Wings. Paul McCartneys Wortbeitrag wurde allerdings nicht verwendet. Das Werk schließt mit einem Satz des zum Thema befragten Studio-Pförtners:
“There is no dark side in the moon, really; [as a] matter of fact it’s all dark.”
„Es gibt beim Mond keine dunkle Seite; tatsächlich ist er ganz dunkel.“
Sein darauffolgender Satz “The only thing that makes it look (a)light is the sun.” („Das Einzige, was ihn leuchten lässt, ist die Sonne.“) wurde auf dem Album nicht verwendet.
Auf den meisten CD-Pressungen lässt sich während der ausklingenden Herzschläge am Ende von Eclipse eine kaum hörbare Orchesterfassung des Beatles-Songs Ticket to Ride ausmachen; die Ursache dafür ist unbekannt. Obwohl der Effekt auch auf hochwertigen Vinylpressungen aus der Zeit vor der CD-Ära (z. B. EMI Pro-Use-Series EMLF-97002, erstmals 1978 in Japan veröffentlicht) nachgewiesen werden kann, gibt es die Meinung, es handle sich um einen Fehler, der beim Mastering für die Compact Disc entstanden sei (reguläre Vinylpressungen können das Zitat wegen ihres Grundrauschens kaum wiedergeben).
Stil
Das Album zeigt, dass Pink Floyd ihre Alben zunehmend professioneller produzierten. Besonders der großflächige Einsatz von Synthesizern stellte den Anschluss an damals in der Popmusik aktuelle Entwicklungen her. Daneben charakterisiert aber David Gilmours melodisches, Blues-beeinflusstes Gitarrenspiel weiterhin die Musik auf dem Album.
Zugleich prägen auch immer noch einige surreale und bizarre Momente das Album. Besonders auffallend sind die gesprochenen Passagen, die sogleich das Intro Speak to Me bestimmen. Diese Klangcollage beginnt mit dem Pochen eines Herzschlags, über dem sich mehrere Personen zu den zentralen Themen des Konzeptalbums auslassen: Tod, Wahnsinn und Gewalt. Nach einer Idee des Toningenieurs Alan Parsons erhielten die beiden Single-Auskopplungen Time und Money mit geloopten Sequenzen von mehreren synchron schellenden Weckern beziehungsweise dem Klingeln einer Registrierkasse jeweils ein ungewöhnliches Intro. Money ist bis auf den Gitarrensolo-Mittelteil, der im 4/4-Takt gespielt wird, im Rockmusik-untypischen 7/4-Takt gehalten. Das Stück On the Run beschreibt die Angst vor dem Reisen. Unter Umständen spielte bei der Entstehung dieses Stücks, das sich von Auftritt zu Auftritt weiter entwickelte, die Flugangst von Roger Waters eine Rolle. Die Geräusche eines explodierenden Flugzeuges, mit denen der Song ausklingt, bringen das Thema auf den Punkt. Es basiert auf einer Synthesizer-Schleife, die um klangcollagenhafte Elemente ergänzt wurde. Auffällig bei der Harmonik des Albums ist die sehr häufig und in zirkelförmiger Form verwendete Akkordfolge II-V (zum Beispiel Em7 – A7).
Artwork
Das Plattencover wurde von George Hardie vom Hipgnosis-Designstudio entwickelt. Die Covergestaltung stammt von Storm Thorgerson. Sie zeigt vor schwarzem Hintergrund die Brechung eines weißen Lichtstrahls an einem Prisma, der sich dadurch in die Spektralfarben auffächert. Dieses Motiv ist ein Zitat von einem Klassiker des Schallplattencovers, den Alex Steinweiss 1942 für Beethovens 5. Klavierkonzert gestaltet hatte – wobei das Klavier von Steinweiss’ Original durch ein Prisma ersetzt wurde. Die aufgefächerten Spektralfarben setzen sich im aufgeklappten Teil des Covers fort und beschreiben dort graphisch einen Herzschlag, wie er am Anfang und am Ende der Platte zu hören ist. Für die Neuauflagen zum 20. und zum 30. Jubiläum der Albenveröffentlichung wurde in den Jahren 1993 und 2003 das Cover optisch erneuert, das Motiv jedoch beibehalten.
Albumversionen
Es ist eines der wenigen Alben, die auch in einer Quadrofonie-LP-Version, in etwa vergleichbar mit 4.0-Raumklang, existieren. Es erschien als so genannte „Quadrophonic 8-Track-Cassette“, die wie die Quadrophonie-LP in den frühen 1970ern nur wenig, vor allem aber in den Vereinigten Staaten, verbreitet war. Die 4-Spur- und 8-Spur-Cassetten sind jedoch nicht zu verwechseln mit der Compact Cassette, die ein völlig anderes Format hat.
Das Album ist 1983 zum ersten Mal auf CD erschienen und danach häufig remastert worden. 1993 erschien eine Spezialedition anlässlich des 20. Jubiläums von The Dark Side of the Moon. Der hierfür angefertigte Remaster wurde auch für spätere Versionen genutzt. 2003 erschien eine Spezialedition anlässlich des 30. Jubiläums von The Dark Side of the Moon. Es gibt neben einem neuen Remaster auch eine von James Guthrie abgemischte Version in 5.1-Kanal-Raumklang auf SACD.
2011 erschien das Album im Zuge der Kampagne Why Pink Floyd...? als „Immersion Box“, die unter anderem den originalen Quadrophonie-Mix von Alan Parsons aus dem Jahr 1973, die 5.1-Mischung von James Guthrie von 2003, sowie unveröffentlichtes Live- und Studiomaterial enthält. Der aktuelle Remaster wurde im Zuge dieser Kampagne von James Guthrie und Joel Plante angefertigt.
2023 veröffentlichen Pink Floyd zum 50. Jahrestag der Erstveröffentlichung The Dark Side of the Moon als Box-Set, das die digital aufbereitete Version des Albums, unter anderem als Blu-Ray-Dolby-Atmos-Version, sowie ein Fotobuch und eine LP des 1974er Konzerts in Wembley enthielt. Ebenfalls zum Jahrestag veröffentlichte Roger Waters eine vollständige Neuaufnahme The Dark Side of the Moon Redux als Soloalbum.
Variationen des Titels
Im Laufe der Zeit hatte The Dark Side of the Moon verschiedene Titel. Zuerst hieß es Eclipse: A Piece for Assorted Lunatics, dann The Dark Side of the Moon: A Piece for Assorted Lunatics und bei der Erstveröffentlichung auf LP und auf CD wurde es nur Dark Side of the Moon genannt. So heißt es auch auf anderen Veröffentlichungen.
Kommerzieller Erfolg
Chartplatzierungen
The Dark Side of the Moon stieg erstmals am 15. April 1973 auf Rang fünf der deutschen Albumcharts ein. Seine beste Chartnotierung erreichte das Album fünf Monatsausgaben später, am 15. August 1973, mit Rang drei. Das Album musste sich lediglich dem Sampler Wim Thoelke präsentiert 3 × 9 – Ausgabe 1973 sowie dem Spitzenreiter Non Stop Dancing ’73/2 von James Last geschlagen geben. Am Ende des Jahres belegte das Album Rang sechs der Album-Jahrescharts. Seit seiner Veröffentlichung platziert sich das Album in unregelmäßigen Abständen immer wieder in den deutschen Albumcharts. In der Chartwoche vom 9. Dezember 2022 überschritt The Dark Side of the Moon die Schwelle von 150 Chartwochen, damit zählt es zu den erfolgreichsten Dauerbrenner-Alben in Deutschland. The Dark Side of the Moon avancierte zum bis dato sechsten Chartalbum von Pink Floyd, es war nach Atom Heart Mother ihr zweites Top-10-Album. Mit dem Album erzielte die Band zunächst ihre beste Chartnotierung in Deutschland, diese wurde 1977 von Animals übertroffen, welches seinerzeit die Chartspitze erreichte.
In Österreich stieg das Album ebenfalls am 15. April 1973 auf Rang fünf ein und erreichte im Folgemonat die Chartspitze. Am Jahresende belegte das Album die Chartspitze der Jahrescharts. Die Band platzierte sich hiermit zum ersten Mal in den österreichischen Albumcharts. In der Schweiz stieg das Album erstmals am 30. Juli 2006 auf Rang 47 ein, die Einführung der Schweizer Albumcharts erfolgte erst im Jahr 1983. Seine beste Platzierung gelang dem Album am 2. April 2023 mit Rang fünf. Für Pink Floyd wurde es zum bis dato achten Chart- und zugleich Top-10-Album in der Schweiz.
Im Vereinigten Königreich stieg The Dark Side of the Moon in der Chartwoche vom 25. März 1973 auf Rang zwei ein, was zugleich die beste Platzierung darstellte. Das Album musste sich lediglich dem Sampler 20 Flash Back Greats of the Sixties geschlagen geben. Das Album konnte sich 573 Wochen in den Top 100 platzieren, davon 43 in den Top 10, solange wie kein anderes Pink-Floyd-Album in den britischen Charts. In unregelmäßigen Abständen platziert sich das Album in den Jahrescharts, seine beste Notierung erreichte es 1975 mit Rang 19.
In den US-amerikanischen Billboard 200 stieg The Dark Side of the Moon am 17. März 1973 auf Rang 95 ein. Am 28. April 1973 schaffte das Album den Sprung an die Chartspitze. Das Album avancierte zum neunten Chartalbum für Pink Floyd in den Billboard 200, erstmals erreichte sie die Chartspitze sowie die Top 10. Die beste Platzierung zuvor war Rang 46 mit Obscured by Clouds am 19. August 1972. The Dark Side of the Moon konnte sich bislang 990 Wochen in den Charts platzieren, solange wie kein anderes Pink-Floyd-Album in den US-amerikanischen Albumcharts. Wie im Vereinigten Königreich platziert sich das Album auch hier in unregelmäßigen Abständen in den Jahrescharts, seine beste Notierung erreichte es 1974 mit Rang elf.
Quelle: Wikipedia
Wish You Were Here 1975
- Shine On You Crazy Diamond, Pt. 1–5 (Gilmour/Waters/Wright), 13:31 min >>> Video
- Pt. 1 (Wright/Waters/Gilmour), 2:09 min
- Pt. 2 (Gilmour/Waters/Wright), 1:45 min
- Pt. 3 (Waters/Gilmour/Wright), 2:33 min
- Pt. 4 (Gilmour/Wright/Waters), 2:15 min
- Pt. 5 (Waters/Gilmour/Wright), 4:49 min
- Welcome to the Machine (Waters), 7:31 min
- Have a Cigar (Waters), 5:08 min
- Wish You Were Here (Gilmour/Waters), 5:34 min
- Shine on You Crazy Diamond, Pt. 6–9, (Gilmour/Waters/Wright), 12:23 min
- Pt. 6 (Wright/Waters/Gilmour), 4:55 min
- Pt. 7 (Waters/Gilmour/Wright), 1:29 min
- Pt. 8 (Gilmour/Wright/Waters), 2:39 min
- Pt. 9 (Wright), 3:20 min
Wish You Were Here ist das neunte Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es wurde von Januar bis Juli 1975 in den Abbey Road Studios aufgenommen und erschien am 12. September 1975. Es folgte auf das Album The Dark Side of the Moon (1973) und ist der Vorgänger des 1977 erschienenen Albums Animals.
Wish You Were Here wurde mehr als 20 Millionen Mal verkauft und zählt damit zu den weltweit meistverkauften Musikalben.
Inhalt
Das Album Wish You Were Here umfasst fünf Titel, die nahtlos ineinander übergehen. Der erste und letzte Titel Shine On You Crazy Diamond stellt eine Hommage an das frühere Bandmitglied Syd Barrett dar. Barrett war bis Januar 1968 federführend als Komponist, Sänger und Gitarrist beteiligt, aber aufgrund einer psychischen Störung für die Band nicht weiter tragbar. 1968 wurde er deswegen durch David Gilmour ersetzt.
Am bekanntesten wurde der Titel Wish You Were Here, der dem Genius und dem Wahnsinn Syd Barretts gewidmet ist und eines der kommerziell erfolgreichsten Lieder der Band ist.
Die Titel Welcome to the Machine und Have a Cigar handeln von der Plattenindustrie und ihrer Fixierung auf Geld und dem Desinteresse an den Musikern. In Have a Cigar wird ein fiktiver Monolog eines Plattenbosses gegenüber einem Vertreter der Band wiedergegeben. Darin kommt der Satz vor: „The band is just fantastic, that is really what I think. Oh by the way, which one’s Pink?“ („Die Band ist einfach fantastisch, das meine ich wirklich so. Ach, übrigens: Wer von Ihnen ist eigentlich Pink?“). Have a Cigar wurde von dem Gastmusiker Roy Harper gesungen.
Entstehung
Der Gruppe fiel es zu Beginn sehr schwer, neues Material für das Album zu entwickeln, zumal der Erfolg von The Dark Side of the Moon auf ihr lastete. Das Projekt Household Objects brach die Band ab, 1974 spielte man auf Konzerten drei neue Stücke: Shine on You Crazy Diamond, Raving and Drooling und You've Gotta Be Crazy, die Ausgangspunkt für das Album waren. Letztere zwei erschienen dann erst 1977 auf Animals, neu arrangiert als Sheep und Dogs.
Gilmour schlug eine Album-Version mit Shine on You Crazy Diamond auf der A-Seite vor, während Raving and Drooling und You've Gotta Be Crazy die B-Seite füllen sollten. Letztendlich setzte sich Waters mit seiner Idee, Shine on als umrahmendes Stück des Albums einzusetzen und statt Raving and Drooling und You've Gotta Be Crazy neues Material zu erarbeiten, durch.
Aufnahme
Alan Parsons, der Toningenieur bei dem Vorgänger-Album The Dark Side of the Moon, hatte das Angebot abgelehnt, die Aufnahmen von Wish You Were Here zu übernehmen, weil er mit The Alan Parsons Project, Steve Harley und Pilot beschäftigt war und sich eine erfolgreiche Zukunft als Tonmeister von Pink Floyd nicht vorstellen konnte. Daher wurde Brian Humphries als Toningenieur eingesetzt, wie bereits 1969 beim Album More.
Die Arbeiten fanden im Studio 3 der Abbey Road Studios statt und wurden von keinem Gruppenmitglied als leicht beschrieben: So sagte Richard Wright, dass die Aufnahmen eine Erfahrung seien, die „in eine schwierige Zeit“ gefallen sind, und Roger Waters sprach von einem „quälenden“ Prozess. Schlagzeuger Nick Mason erinnerte sich an die Mehrspuraufnahme als „langwierig“, und David Gilmour war mehr daran interessiert, das bestehende Material der Band zu verbessern. Bei einer Aufnahme der Hintergrund-Spuren von Shine On löschte Humphries versehentlich die Aufzeichnung, an der Waters und Mason viele Stunden gearbeitet hatten; sie mussten neu aufgenommen werden.
Instrumentierung
Besonders prominent im Klangbild sind Richard Wrights Keyboards. In dem Song Shine On You Crazy Diamond wird ein Minimoog-Synthesizer für den trompetenartigen Klang und ein ARP Solina String Ensemble für Streicherklänge eingesetzt. In den letzten beiden Teilen beherrscht Richard Wright das Klangbild. Im Teil 8 wird das Songthema von Wright und Gilmour in einer Jazzrock-Variation weitergeführt; Wright spielt hier ein Hohner D6 Clavinet und ein Fender Rhodes, und auch den Mini Moog mit anderer Klangeinstellung. Auf Welcome to the Machine wird ein VCS 3 von der Firma EMS eingesetzt.
Der Anfang von Shine On enthält Ausschnitte aus der unvollendeten Aufnahme Household Objects; dabei wurden Weingläser als Glasharfe verwendet.
Berühmt geworden ist weiter die Anfangssequenz des Songs Wish You Were Here. Das Lied beginnt mit einem Radio, aus dem leise die Anfangsakkorde von Wish You Were Here klingen. Zu diesen Anfangsakkorden spielt ein fiktiver Radiohörer auf seiner Akustikgitarre. Langsam verschmelzen Radio und Gitarre, und die ganze Band steigt ein. Um den Eindruck eines Radios in einem Wohnzimmer zu verstärken, sind anfangs verschiedene Geräusche des Radiohörers (Rascheln, Atmen, Räuspern) zu hören. Wenig beachtet ist das kaum hörbare Geigen-Solo von Stéphane Grappelli am Ende des Stücks. Grappelli spielte es nebenbei für eine Gage von 300 britischen Pfund ein, als er in einem anderen Studio im selben Gebäude Aufnahmen mit Yehudi Menuhin machte. In der 2011 erschienenen remasterten Version ist das Solo deutlich verstärkt worden.
Quadrophonische Versionen
Wish You Were Here ist, wie auch Atom Heart Mother und The Dark Side of the Moon, eines der wenigen Alben, die auch in einer Quadrofonie-LP-Version, in etwa vergleichbar mit 4.0-Raumklang, existieren. Es erschien auch in einer sogenannten „Quadrophonic 8-Track“-Kassetten-Version, die wie die Quadrophonie-LP in den frühen 1970ern nur wenig, vor allem in den Vereinigten Staaten verbreitet war. Die 4-Spur- und 8-Spur-Kassetten dürfen jedoch nicht verwechselt werden mit der Compact Cassette, einem völlig anderen Format.
Jahrelang wurde offiziell keine Quadrophonie-Version auf CD oder DVD veröffentlicht, obwohl einige Stücke sehr von den Raumklangeffekten der originalen Quadrophonie-Aufnahme leben. Schon vor der offiziellen Veröffentlichung kursierte eine nicht offizielle DVD-Audio im Internet, die mit einer MLP-96/24-, einer DTS- und einer Dolby-Digital-Spur ausgestattet ist. Der Urheber gibt an, für diese Version eine Mint-Quadrofonie-Vinylplatte benutzt zu haben. Die Tonqualität dieser Aufnahme ist jedoch nicht mit etwa der hochwertigen SACD von The Dark Side of the Moon vergleichbar. Auch auf zwei inoffiziellen CDs – jeweils für die beiden vorderen und die beiden hinteren Lautsprecherkanäle gedacht – wurde diese Version schon entdeckt. Zudem enthält die Quadrofonie-Version von Wish You Were Here ein zusätzliches Lied, ein etwa 50 Sekunden langes Instrumentalstück; die Längen und die Abmischungen unterscheiden sich stark vom Original. Seit November 2011 ist als Teil der „Immersion Box“ sowohl die originale Quadrophonie-Version von 1975 als auch ein 5.1-Mix von 2009 offiziell erhältlich. Letzterer wurde auch einzeln als SACD veröffentlicht.
Artwork
Das Album war ursprünglich in eine schwarze Verkaufsfolie verpackt, die in der Mitte mit dem Motiv bedruckt ist, das auch das Etikett der LP selbst ziert: Eine schwarze und eine weiße Roboterhand ineinander verschränkt vor gemalten Viertelkreismotiven, die die vier Elemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde) symbolisieren. Erst nach Entfernen dieser Folie wurde das eigentliche Cover des Albums sichtbar, das durch Fotos von Storm Thorgerson auf weißem Untergrund geprägt wird. Auf der Vorderseite sind zwei Stuntmen – Ronnie Rondell († 2025) und Danny Rogers – abgebildet, wobei der Anzug Rondells in Flammen steht. Das Motiv des Elements Feuer wiederholt sich dadurch, dass der weiße Rand um das Foto rechts oben angesengt ist. Auf der Rückseite ist ein Mann im Anzug, mit Melone, Koffer und einer transparenten LP des Albums in einer Wüste abgebildet, dessen Hände und Füße nicht mit seinem Körper verbunden sind. Das Motiv des dargestellten Elements Erde wiederholt sich dadurch, dass aus dem weißen Rand um das Foto unten Sand herausrieselt.
Auf der Innenhülle, die wie das Cover aus Pappe bestand, ist ein Foto des Mono Lake mit bizarren Kalktuff-Türmen und einem ohne Wasserspritzer in den See eintauchenden Schwimmer abgebildet. Hier wiederholt sich das dargestellte Element Wasser dadurch, dass aus dem unteren Fotorand Wasser herausläuft. Das letzte Bild zeigt schließlich eine Wiese und schnurgerade gepflanzte Bäume, die sich im Wind bewegen, mit einem roten Seidentuch im Vordergrund. Das hier thematisierte Element Luft wiederholt sich dadurch, dass das Foto selbst in gewellter Form abgedruckt ist, als ob es vom Wind bewegt würde. Alle Bilder wirken surreal und entstanden überwiegend ohne Bildbearbeitung.
Beigelegt war eine Postkarte, die ebenfalls den eintauchenden Schwimmer darstellt. Sie ist auf der Rückseite mit dem Albumtitel in Englisch, Spanisch und Deutsch betitelt, ergänzt durch Photographie von Hipgnosis am Monosee California 1975.
Die Cover der Pressungen auf dem Harvest-Label (Europa) und der auf dem Columbia-Label (u. a. USA, Kanada und Australien) verwenden ähnliche, aber unterschiedliche Fotos auf dem Frontcover.
Aufführung
Die zuerst entstandenen Stücke von Wish You Were Here wurden am 18. Juni 1974 in Toulouse uraufgeführt, das Album in seiner endgültigen Form wurde erst am 23. Januar 1977 in Dortmund uraufgeführt.
Nach Abschluss der In the Flesh Tournee am 6. Juli 1977 in Montreal wurde das Album nicht wieder von Pink Floyd in voller Länge gespielt. Manche Stücke wurden einzeln weiterhin auf allen folgenden Tourneen, ausgenommen der zu The Wall, interpretiert. Wish You Were Here wurde zu einem Bühnenklassiker und sogar auf der Wiedervereinigung der Gruppe auf dem Live-8-Konzert 2005 gespielt.
Quelle: Wikipedia
Animals 1977
- Pigs on the Wing (Part 1) (Waters) – 1:25 min
- Dogs (Waters/Gilmour) – 17:06 min
- Pigs (Three Different Ones) (Waters) – 11:31 min
- Sheep (Waters) – 10:25 min
- Pigs on the Wing (Part 2) (Waters) – 1:28 min
Animals ist das zehnte Studioalbum der englischen Band Pink Floyd. Es wurde in den Britannia Row Studios in London aufgenommen und am 23. Januar 1977 veröffentlicht.
Inhalt
Roger Waters, Konzeptionist des Albums, teilt auf diesem sozialkritischen Album die Menschen in drei Klassen ein, indem er jeweils eine Tier-Analogie bildet: Die Hunde (Dogs) sind Menschen, die nur Geld interessiert und die sich nicht um ihre Mitmenschen kümmern. Die Schweine (Pigs) sind für Waters Moralapostel, die sich selber aber unmoralisch verhalten. Zu den Schafen (Sheep) schließlich gehört die breite Masse, die sich von den Hunden ausnutzen lässt, Dinge nicht hinterfragt, sondern sich leiten lässt. Die Schafe haben keine eigene Meinung und wollen einfach nur ihre Ruhe haben. Eingebettet sind die drei Titel von dem kurzen Intro und Outro Pigs on the Wing.
Im Vergleich zu Farm der Tiere von George Orwell ist die Rollenverteilung bei Animals abweichend; im Orwell-Roman sind die Schweine die herrschende und unterdrückende Klasse und die Hunde ihre treu ergebenen Diener und Wächter. Die Schafe entsprechen jenen der Vorlage.
Musikalische Gestaltung
Auf diesem Album klingen Pink Floyd vergleichsweise rockig. Die auf früheren Alben präsenteren Synthesizer-Klänge sind reduziert. Die meisten Stücke werden vom Gitarrenspiel David Gilmours beherrscht, der auch für die Komposition von Dogs verantwortlich zeichnete.
Die übrige Musik und sämtliche Texte stammen im Wesentlichen von Roger Waters. Im Intro und Outro Pigs on the Wing ist nur eine akustische Gitarre und der Gesang von Waters zu hören.
Instrumentierung
Obwohl Synthesizer einen geringeren Stellenwert als auf Wish You Were Here haben, sind sie nach wie vor präsent in der Musik. Bei Dogs etwa wird das zweistimmige Gitarrenthema in dem langsameren Teil von den Streicherklängen des ARP Solina String Ensembles begleitet, das außerdem im keyboardlastigen Mittelteil eine tragende Rolle übernimmt. Die Keyboards übernehmen hier die ungewöhnlich jazzige Akkordfolge, die das Lied auch einleitet. Richard Wright spielt darüber ein charakteristisches Solo auf dem Mini Moog.
Der Mini Moog ist ferner in dem typischen Trompeten-Sound (vgl. Shine On You Crazy Diamond auf Wish You Were Here) im Mittelteil von Sheep zu hören. Er wurde hier aufnahmetechnisch verdoppelt, um einen zweistimmigen Sound zu erzeugen. Der eigenartige gesangliche Gitarrensound auf Pigs (Three Different Ones) wurde mit einer Talk-Box erzielt. Ein Vocoder wird in den Mittelteilen sowohl von Dogs als auch von Sheep eingesetzt. Hierbei handelt es sich um einen elektronischen Filter, mit dem die Klangeigenschaften der menschlichen Stimme analysiert und ihr ein anderer Klang aufgeprägt werden kann.
Cover
Das Cover des Albums zeigt ein Foto des Kohlekraftwerks Battersea Power Station mit einem fliegenden Schwein zwischen den Schornsteinen. Um dieses Bild zu erhalten, ließ die Band ein 9 × 4,5 Meter großes mit Helium befülltes Stoffschwein, gefertigt von der Ballonfabrik Augsburg, über dem Kraftwerk aufsteigen. Das Schwein wurde von dünnen Kabeln gehalten, die auf dem späteren Foto nicht mehr zu sehen sein sollten. Für den Fall, dass sich das Schwein losriss, wurde ein Scharfschütze engagiert, um das Schwein notfalls abschießen zu können. Die Band forderte ausdrücklich dieses aufwendige Verfahren, da sie keine billigere, aber qualitativ minderwertige Fotomontage für das Cover zulassen wollte. Am ersten Tag des Fotoshootings schwebte das Schwein perfekt zwischen den Schornsteinen, aber der Himmel war blau und wolkenlos.
Da das Albumcover düster wirken sollte, wurde am nächsten Tag ein weiteres Shooting angesetzt – in der Hoffnung, dass dunkle Wolken aufziehen. Da der Scharfschütze zu teuer war, wurde am zweiten Tag auf ihn verzichtet. Ironischerweise riss sich das Schwein am zweiten Tag los und stieg bis in eine Höhe von 18.000 Fuß (ca. 5900 Meter) auf. Aufgrund der Größe des Schweins und des unkontrollierten Fluges musste der Flugverkehr für London Heathrow umgeleitet werden, um keinen Unfall zu provozieren. Das Schwein stürzte später auf einer Schafweide ab und wurde für ein drittes Shooting repariert. Das Cover wurde letztlich doch als Fotomontage hergestellt, die die Bilder des ersten Tages mit den Wolken der weiteren Shootings kombiniert.
Geschichte der Titel
Der Ursprung der Titel Dogs und Sheep liegt bereits im Jahr 1974. Dogs ist aus dem Titel (You) Gotta Be Crazy hervorgegangen, Sheep aus dem Titel Raving and Drooling. Beide Ursprungstitel sind von der Gruppe schon 1974 zusammen mit der Urversion von Shine On You Crazy Diamond live gespielt worden. Die Gruppe hatte sich dagegen entschieden, die beiden Titel für das Album Wish You Were Here aufzunehmen. Erst 1976 kam Roger Waters auf das Konzept der Kategorisierung der Menschen in Tierarten, reaktivierte die Titel und veränderte die Texte. Die eigentliche Idee dieser Kategorisierung entstammte allerdings dem Buch Animal Farm von George Orwell, in dem die Menschen, und insbesondere die verschiedenen Charaktergruppen der Menschen als Tiere dargestellt werden.
Der zweigeteilte Titel Pigs on the Wing war 1976 ursprünglich ein einheitlicher, bei dem beide Teile durch ein Solo verbunden waren. Gilmour spielte ein Solo ein, es wurde aber versehentlich von Waters und Mason gelöscht. Als sich Snowy White der Band als Tourgitarrist vorstellte, bat ihn Waters um dieses Solo. Auf dem fertigen Album wurde das Stück jedoch geteilt und das Solo entfernt. Die ursprüngliche Version erschien zunächst nur als 8-Spur-Tonband und später auf dem Snowy-White-Album Goldtop.
Die Band spielte alle Titel des Albums auf der zugehörigen Tour, danach aber nicht mehr. Als Pink Floyd um 1988 und um 1994 ohne Roger Waters noch einmal auf Welttournee gingen, spielte die Band keine Stücke von Animals. Obwohl das Album keinen besonders populär gewordenen Song enthält, gilt es insbesondere bei Musikkritikern heute als unterschätztes Meisterwerk.
Quelle: Wikipedia
The Wall 1979
Titelliste
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LP 1 (Seite 1: Titel 1–6, Seite 2: Titel 7–13)
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LP 2 (Seite 1: Titel 1–6, Seite 2: Titel 7–13)
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The Wall ist ein Konzeptalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es wurde im November 1979 veröffentlicht. The Wall stellte nach den Vorgängern Wish You Were Here und Animals eine neue musikalische Ausrichtung der Band dar. Zugleich ist es das letzte Studioalbum in der „klassischen“ – seit 1968 bestehenden – Besetzung, da Richard Wright nach Ende der Aufnahmen veranlasst wurde, die Gruppe zu verlassen.
The Wall belegte in zahlreichen Ländern Platz eins der Charts. Es zählt mit über 33 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit erfolgreichsten Alben und ist das meistverkaufte Doppelalbum der Musikgeschichte.
Inhalt
The Wall erzählt die Geschichte von Pink, einem jungen, erfolgreichen Musiker, der durch die Überbehütung seiner Mutter (Mother), die Abwesenheit seines im Krieg gefallenen Vaters (Another Brick in the Wall Part I und das nur im späteren Film enthaltene When the Tigers Broke Free), das Trauma des Bombenkriegs (Goodbye Blue Sky), die Grausamkeit seiner Lehrer (The Happiest Days of Our Lives, Another Brick in the Wall Part II), frühe Liebesaffären (Young Lust) und den Umstand, von seiner Frau betrogen und verlassen worden zu sein (Don’t Leave Me Now), eine imaginäre Mauer um sich errichtet, die ihn vor äußeren emotionalen Einflüssen und weiteren Verletzungen schützen soll. Nachdem er die Mauer aufgebaut hat, verzweifelt der junge Mann, weil er weitgehend von sozialen Kontakten abgeschirmt ist (Hey You).
Unfähig, die Mauer einzureißen, verabschiedet sich der Protagonist von der für ihn grausamen Welt (Goodbye Cruel World). Anstatt sich jedoch umzubringen, versucht er, die letzten verbleibenden Gefühle zu unterdrücken und zieht sich in sich selbst zurück. Pink ist nun drogenabhängig, apathisch und verbringt die meiste Zeit einsam vor dem Fernseher (Nobody Home). Als er für einen Auftritt von einem Arzt mit Beruhigungsmitteln behandelt wird (Comfortably Numb), nehmen seine Drogenfantasien überhand: Zunächst entwickelt er Verfolgungswahn (Run Like Hell), und in seinen Vorstellungen wird er sodann zu einem faschistischen Agitator, der in seiner Wut auf die Welt gegen Minderheiten hetzt (Waiting for the Worms, In the Flesh).
Am Ende seines Wahns ist Pink nicht mehr in der Lage, alle Emotionen zu unterdrücken, er bricht zusammen und klagt sich selbst des Vergehens, Gefühle gezeigt zu haben, vor einem imaginären Gericht an (Stop). Das Gericht nimmt die Zeugenaussagen von Lehrer, Ex-Frau und Mutter entgegen und verurteilt den Angeklagten: Als Strafe soll er vor seinesgleichen zur Schau gestellt werden – die Mauer wird niedergerissen (The Trial). Der verletzliche Pink ist nun für alle sichtbar, und ein neues Leben scheint möglich (Outside the Wall) – allerdings bricht die letzte Melodie an genau der Stelle ab, mit der das Album begonnen hat: Vielleicht beginnt sein Leidensweg also auch einfach wieder von vorn.
Hintergrund
Bei dem letzten Konzert der Promotion-Tour für das Album Animals echauffierte sich Waters so sehr über das Benehmen eines Fans in der ersten Reihe, dass er ihm ins Gesicht spuckte. Entsetzt über seine eigenen Emotionen begann Waters mit der Arbeit an einem Konzept-Album über sein Gefühl der Isolation von seinem Publikum und die potentiellen Barrieren zwischen den Menschen. Das Ergebnis ist The Wall. Von Beginn an plante er außerdem nicht nur ein Album, sondern auch ein theatralisches Konzert sowie einen Film.
Die Person des als Soldat verstorbenen Vaters trägt autobiografische Züge, da Roger Waters’ Vater Eric Fletcher Waters im Zweiten Weltkrieg fiel. Besonders im Stück When the Tigers Broke Free verarbeitet Waters den Verlust seines eigenen Vaters, der als Soldat der „Royal Fusiliers Company C“ am 16. Februar 1944 bei der Verteidigung eines Brückenkopfes in Anzio (Italien) getötet wurde, als deutsche Kampfpanzer vom Typ Tiger die alliierten Stellungen durchbrachen. Dieser Titel ist allerdings nicht auf dem Album enthalten. Waters schrieb ihn extra für eine entsprechende Szene im später entstandenen Film.
Das Stück Vera ist eine Anspielung auf Vera Lynn, eine im Zweiten Weltkrieg für ihre vor allem bei britischen Soldaten beliebten Lieder bekannte Sängerin. Pink Floyd nimmt in diesem Stück Bezug auf Lynns Song We’ll Meet Again aus dem Jahr 1942.
Konzert
Die Uraufführung der Konzerttournee fand am 7. Februar 1980 in Los Angeles statt. Wegen der aufwändigen Bühnenkonstruktion wurde The Wall in den Jahren 1980 und 1981 lediglich an vier Orten jeweils mehrere Abende in Folge aufgeführt: 7-mal in Los Angeles, 5-mal in Uniondale (New York), 11-mal in London und 8-mal in Dortmund.
Während der ersten Konzerthälfte wurde schrittweise quer über die Bühne eine Mauer, bestehend aus quaderförmigen Papp-Bausteinen, errichtet. Mit jedem weiteren Lied kamen neue hinzu, sodass sie mit dem letzten Ton des letzten Liedes (Goodbye Cruel World) geschlossen wurde. Anschließend folgte eine rund dreißigminütige Pause.
In der zweiten Konzerthälfte spielten Pink Floyd hinter der Bühne, während vorne eine maskierte „Ersatzband“ agierte (Andy Bown, Snowy White, Willie Wilson und Peter Woods). Im Stück In The Flesh propagiert der Protagonist dieser Ersatzband in einer Rede seine faschistische Entschlossenheit. Bei der Uraufführung wurden willkürlich Zuschauer zu bestimmten Textpassagen ausgewählt und mit einem Spotlicht angeleuchtet, so zum Beispiel bei „Are there any queers in the theatre tonight?“ („Sind heute Abend Schwule in diesem Saal anwesend?“) oder „This one looks Jewish, and this one’s a coon!“ („Der hier sieht jüdisch aus, und der hier ist ein Neger!“), schließlich kommentiert mit „If I had my way, I’d have all of you shot!“ („Wenn es nach mir ginge – ich würde euch alle erschießen lassen!“). Zum Finale seiner Rede fielen an den Wänden Banner mit den gekreuzten Hämmern herunter, in den Farben schwarz, weiß und rot. Vor allem vor Run like Hell pflegte Waters alias Pink zudem das Publikum zu beschimpfen: „Are there any paranoids in the audience tonight? Is there anyone who worries about things? Pathetic! This is for all you weak people in the audience!“ („Sind heute Paranoiker im Publikum? Sind hier Leute, die sich Sorgen machen? Wie jämmerlich! Dies hier ist für euch ganzen Haufen Schwächlinge im Publikum!“)
Bei Run Like Hell traten Pink Floyd vor die Mauer und spielten mit der „Ersatzband“. Ansonsten waren in der zweiten Hälfte der Shows nur in einzelnen Szenen, wie beispielsweise der Hotelzimmerszene, in der Roger Waters als Pink vor dem Fernseher sitzt, einzelne Bandmitglieder zu sehen. Und David Gilmour wurde z. B. bei einem seiner Gitarrensoli (Comfortably Numb) mittels einer Hebebühne auf Mauerhöhe gehoben, so dass er von den Zuschauern zu sehen war. Auf die Mauer wurden im Laufe des Konzerts mehrfach Trickfilmszenen projiziert. Am Schluss fiel sie, unterlegt von Explosionsgeräuschen, in sich zusammen, sodass wieder die Pink-Floyd-Musiker sichtbar wurden. Es folgte das akustische Schlusslied, also ohne jegliche elektronisch unterstützte Musik.
Spektakulär waren auch die riesengroßen Marionetten, die während der Show als Pinks Mutter, Lehrer und Freundin zu sehen waren.
Film
1982 wurde das Album von Alan Parker und Gerald Scarfe mit dem Musiker Bob Geldof in der Hauptrolle verfilmt. Der Film enthält ein neues Lied (When the Tigers Broke Free) sowie Neueinspielungen von älteren Liedern wie Mother und Empty Spaces.
Der Film The Wall ist zusammengesetzt aus Realfilm- und Zeichentricksequenzen von Scarfe. In den Zeichentrickteilen wird insbesondere die Mauer visualisiert, sie dienen der Darstellung von Pinks Innenleben.
Aufführung in Berlin 1990
Rund 300.000 Zuschauer versammelten sich auf dem ehemaligen Todesstreifen zwischen Brandenburger Tor und Leipziger Platz

Nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 wurde The Wall am 21. Juli 1990 am Potsdamer Platz nochmals aufgeführt. Das Konzert wurde von Roger Waters geleitet, der die Rechte an The Wall hat. Alle Mitwirkenden (u. a. Paul Carrack, Cyndi Lauper, Sinéad O’Connor, Joni Mitchell, Jerry Hall, Bryan Adams, The Hooters, Scorpions, Van Morrison, Ute Lemper) verzichteten auf die Gage. Der Erlös von sechs Millionen DM wurde an die Stiftung World War Memorial Fund for Disaster Relief gespendet.
Zu den Höhepunkten von Rolf M. Engels Arbeit, einem der Gründer des deutschen Designbüros Atelier Markgraph mit Sitz in Frankfurt am Main, in dem Bereich Inszenierung und Design für weltweite Auftritte, gehört die Leitung der komplizierten Planung und Inszenierung, die es Roger Waters ermöglichte, The Wall kurz vor der deutschen Wiedervereinigung in Berlin aufzuführen. Dieses gigantische Spektakel erforderte eines der größten jemals aufgebauten Bühnenbilder, das über zweitausend Menschen auf die Bühne brachte und von über 300.000 Zuschauern live gesehen wurde.
Die Lieder wurden teilweise anders interpretiert als auf dem Album. Einige Arrangements waren sehr aufwändig, so kreisten zu den Hubschraubereffekten vom Album echte Helikopter seitlich über den Zuschauern. Als Finale gab es mit The Tide Is Turning einen Song, den Waters zuvor auf dem Studioalbum Radio K.A.O.S. (1987) veröffentlicht hatte und also nicht auf The Wall enthalten ist.
Für dieses Konzert wurden etwa 200.000 Karten verkauft, unmittelbar vor Beginn wurden aber die Tore aus Sicherheitsgründen geöffnet, weil noch viel mehr Menschen ohne Eintrittskarte auf das Festivalgelände drängten. Während der Aufführung kam es durch Probleme mit der Stromversorgung zum zeitweiligen Ausfall eines Teils der Beschallungsanlage. Mit sieben Megawatt Leistung war diese die größte, die je für ein einzelnes Konzert gebaut worden war. Bis heute ist The Wall das einzige Konzert, das durch seinen Veranstaltungsort auf der innerdeutschen Grenze mit einer Bühne gleichzeitig in zwei Staaten stattgefunden hat.
Weitere Aufführungen und Veröffentlichungen
Das Album ist 2011 als „Immersion Edition“ erschienen, die das Livealbum Is There Anybody Out There? The Wall Live 1980–81 und Demoaufnahmen enthält.
Einzelne Lieder der Produktion waren auch auf den folgenden Pink-Floyd-Tourneen und den weltweiten Konzerten von Roger Waters und auch David Gilmour zu hören. Von 2010 bis 2013 brachte Waters The Wall zum ersten Mal seit 1990 wieder in kompletter Länge auf die Bühne. Die Tour startete am 15. September 2010 in Toronto, durchquerte anschließend die USA und schloss den Nordamerika-Teil der Tour am 21. Dezember in Mexiko-Stadt ab. Am 21. März 2011 kam die Tour nach Europa, wo sie in Lissabon startete und am 12. Juli in Athen zunächst ihren Abschluss fand. 2012 folgten weitere Aufführungen in Ozeanien, Süd- und nochmals Nordamerika. Im Sommer 2013 bildete eine Stadiontour in Europa den Abschluss. Waters hatte zuvor angedeutet, dass dies sein letztes großes Projekt sein könnte. Insgesamt wurden 219 Konzerte in 33 Ländern gespielt und dabei über 4,1 Mio. Zuschauer erreicht; die Konzerte waren weitgehend ausverkauft.
Am 6. September 2013 feierte Roger Waters seinen 70. Geburtstag mit einem Konzert in der Esprit-Arena in Düsseldorf im Zuge seiner The-Wall-Tour mit fast 34.000 Zuschauern. Die jüdische Gemeinde Düsseldorfs hatte zuvor zum Boykott des Konzerts aufgerufen, da während der Show ein riesiges aufblasbares Schwein durch die Halle fliegen sollte, auf dem neben einer Reihe anderer Symbole, wie z. B. dem Kruzifix, Hammer und Sichel oder Firmenlogos auch ein Davidstern zu sehen war. Waters wies auf seiner Website darauf hin, dass er weder Antisemit sei, noch das Schwein antisemitisch gemeint sei. Der Davidstern sei als Protest gegen die israelische Außenpolitik zu sehen, die Waters seit Jahren offen angreift. Das aufblasbare Schwein, ein wiederkehrendes Element in Waters’ Shows, symbolisiere „das Böse eines fehlgeleiteten Staates“. Am Ende eines jeden Konzertes würde es den Fans zum Geschenk gemacht, die damit jedes Mal das Richtige täten: Es zu zerstören, wie auch am 6. September 2013 auf der Südtribüne passiert.
Das Opus magnum von Waters und Pink Floyd ist mittlerweile das Werk der Rockgeschichte, über das die meisten akademischen Arbeiten verfasst worden sind. Diese reichen von der Musikwissenschaft über die Soziologie bis hin zur Anglistik und zur Theologie. Weitere offizielle Veröffentlichungen:
- The Wall (DVD des Films von 1982)
- Is There Anybody Out There? – The Wall Live 1980–1981 (Doppel-CD)
- Roger Waters – The Wall: Live In Berlin (Doppel-CD)
- Roger Waters – The Wall: Live In Berlin (DVD des Konzerts inklusive 5.1-Kanal-Raumklang, auch als Special Edition mit DTS-5.1-Sound erhältlich)
Entsprechend der Titelliste wurden alle Stücke in Form eines Klavierauszuges veröffentlicht. Der Einband ist im Design der Plattenhülle gehalten; neben den Noten gibt es künstlerische Darstellungen der Bühnenshow, Liedtexte und Fotografien der Band. Oberhalb der Klaviernoten sind Tabulaturen für Gitarre angegeben.
Quelle: Wikipedia
The Final Cut 1983
Alle Stücke wurden von Roger Waters geschrieben.
Original LP
Erste LP-Seite
- The Post War Dream – 2:56 min
- Your Possible Pasts – 4:38 min
- One of the Few – 1:14 min
- The Hero’s Return – 2:35 min
- The Gunner’s Dream 5:29 min
- Paranoid Eyes – 3:35 min
Zweite LP-Seite
- Get Your Filthy Hands off My Desert – 1:19 min
- The Fletcher Memorial Home – 4:11 min
- Southampton Dock – 2:14 min
- The Final Cut – 4:44 min
- Not Now John – 5:02 min
- Two Suns in the Sunset – 5:16 min
The Final Cut ist ein 1983 erschienenes Album der britischen Rockband Pink Floyd. Der musikalische Stil des Albums unterscheidet sich stark von dem seiner Vorgänger, es ist ausgesprochen textlastig und musikalisch eher monoton. The Final Cut wurde alleine vom Bassisten Roger Waters erdacht und führte, nachdem der Keyboarder Richard Wright die Band bereits nach dem Vorgängeralbum The Wall verlassen hatte, zu weiteren Spannungen: Gitarrist David Gilmour trat auf dem Album kaum noch in Erscheinung, die Band spielte die Songs niemals live, und mit dem Ausstieg von Waters folgte bald darauf das vorläufige Ende von Pink Floyd.
Das Album ist Roger Waters’ Vater Eric Fletcher Waters gewidmet und trägt den Untertitel A Requiem for the Post War Dream.
Entstehung und Einfluss auf die Band
Der Bassist und hauptsächliche Songwriter der Band Pink Floyd, Roger Waters, verlor schon als Kleinkind seinen Vater, der in der Schlacht bei Anzio im Zweiten Weltkrieg fiel. Die Kriegsthematik, vor allem die schweren Traumata, die ein Krieg mit sich bringt, verarbeitete Waters bereits stellenweise im Album The Wall, mehr noch im dazugehörigen Film. Neu angefacht wurde die Auseinandersetzung Waters’ mit militärischen Konflikten, als 1982 der Falklandkrieg zwischen Großbritannien und Argentinien geführt wurde. Waters stand dem Waffengang sehr ablehnend gegenüber. Bewegt von diesem Ereignis entwickelte er die Idee und Struktur für ein neues, sehr politisches Album und konnte dafür auf älteres Material der Band zurückgreifen. So wollte man unter dem Titel Spare Bricks einen Soundtrack zum The-Wall-Film veröffentlichen, nach seinen Erlebnissen mit dem Falklandkrieg, den er als vollkommen überflüssig und fatal ansah, entschied sich Waters jedoch dazu, die im Soundtrack enthaltene Musik für sein in Planung befindliches Album zu verwenden.
Zu Spare Bricks gehörten auch bereits ausgearbeitete Stücke, die Waters schon für The Wall vorgesehen hatte, welche damals jedoch von den anderen Musikern abgelehnt worden waren. Das Album ging unter dem Titel The Final Cut in die weitere Bearbeitung, wobei es zu Konflikten zwischen Waters und dem Gitarristen David Gilmour kam, der die Stücke aus Spare Bricks als zu schwach und nicht ausgereift ansah. Bereits während der Produktion von The Wall distanzierten sich die Bandmitglieder zusehends voneinander – eine Entwicklung, die sich während der Arbeiten an The Final Cut fortsetzte.
Richard Wright war bei diesem Album bereits nicht mehr Mitglied der Band. Die beiden verbleibenden Mitglieder neben Waters, David Gilmour und Schlagzeuger Nick Mason, wurden während der Produktion des Albums lediglich ins Studio bestellt, um ihre jeweiligen Instrumentalparts einzuspielen. Dementsprechend gering fällt auch ihr musikalischer Einfluss aus: Gilmour spielte einige Gitarrensoli für das Album, ansonsten wurde es aber vollkommen von Roger Waters verfasst und ist im Grunde ein Soloalbum. Vor allem der starke Stilwechsel des Albums im Vergleich zu seinen Vorgängern sorgte für Spannungen innerhalb der Band. Es ist das einzige Pink-Floyd-Album, in dem Waters bei jedem Song als alleiniger Autor der Musik und der Texte geführt wird. An den Aufnahmen wirkten Michael Kamen, Andy Bown, Ray Cooper, Andy Newmark und Raphael Ravenscroft mit. Es wurde in acht verschiedenen Studios aufgenommen.
Zwar wurde das Album unter dem Namen „Pink Floyd“ veröffentlicht, bezeichnenderweise aber mit dem Zusatz „by Roger Waters, performed by Pink Floyd“. Nach der Veröffentlichung des Albums am 23. März 1983 war Roger Waters an keinem weiteren Pink-Floyd-Album beteiligt, er verließ die Band 1985 wegen starker Meinungsverschiedenheiten und erklärte die Gruppe für aufgelöst, was bei David Gilmour und Nick Mason als letzten verbleibenden Mitgliedern aber auf Widerstand stieß.
Bandentwicklung nach The Final Cut
Nach The Final Cut gingen die Bandmitglieder zunächst getrennte Wege. David Gilmour veröffentlichte sein zweites Soloalbum About Face, das er mit einer ausgedehnten Tour promotete. Roger Waters brachte sein bereits zu Zeiten von The Wall komponiertes Werk The Pros and Cons of Hitch Hiking heraus. Auch Richard Wright veröffentlichte – zusammen mit Dave Harris unter dem Bandnamen Zee – ein Album namens Identity. Nick Mason erarbeitete gemeinsam mit Rick Fenn sein Soloalbum Profiles.
Erst 1987 erschien mit A Momentary Lapse of Reason das nächste Pink-Floyd-Album, diesmal ohne Roger Waters, in der Besetzung David Gilmour, Nick Mason und Richard Wright, der zu diesem Zeitpunkt aber aus juristischen Gründen kein offizielles Mitglied der Band war.
Handlung
The Final Cut ist, wie viele andere Pink-Floyd-Alben, ein Konzeptalbum; die Stücke haben starken Bezug zueinander und bauen aufeinander auf. In gewisser Weise schließt The Final Cut auch an seinen Vorgänger an: Wie bereits bei The Wall verarbeitet Waters wieder autobiografisches Material – erneut den Tod seines Vaters im Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig zieht er Rückschlüsse auf die britische Gesellschaft unter Margaret Thatcher und den Falklandkrieg. Im Song The Fletcher Memorial Home wird eine Vision aufgebaut, nach der alle tyrannischen Könige und Kriegstreiber der Welt an einem einzigen Ort in einer Art „Heim“ (Fletcher Memorial nach Waters’ Vater) untergebracht werden, in dem sie keinen Schaden anrichten können. Die scheinbare Harmlosigkeit verliert das Stück spätestens an seinem Ende, an dem die Frage steht, ob nun alle schon „drin“ seien, damit die „Endlösung“ auf sie angewendet werden könne. Two Suns in the Sunset beschwört das Szenario eines Atomkriegs herauf und bildet einen abschließenden Aufruf zum Weltfrieden – eine Botschaft, die das gesamte Album prägt.
Cover, Veröffentlichung und Live-Auftritte
Das Front-Cover von The Final Cut zeigt mehrere Stoffstreifen, die auf einem schwarzen Hintergrund aufgelegt sind. Es handelt sich dabei um britische (und Commonwealth) Militär-Abzeichen aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Cover wurde allein von Roger Waters kreiert, was es unter Pink-Floyd-Alben einzigartig macht. Seit dem Album A Saucerful of Secrets übernahm die Hipgnosis-Designwerkstatt unter Storm Thorgerson die Gestaltung von Pink-Floyd-LP-Covern. Thorgerson wirkte bei späteren Alben wie Pulse jedoch erneut an der Covergestaltung mit.
Nach seiner Veröffentlichung wurde The Final Cut größtenteils sehr negativ aufgenommen; als Kurt Loder das Album in der Zeitschrift Rolling Stone als Meisterwerk pries, blieb dies eine Ausnahme. Sowohl Fans als auch viele Kritiker warfen Waters Gier nach den alleinigen Rechten am Songmaterial und Egomanie vor, und der starke musikalische Stilwechsel des Albums fand trotz der aktuellen Thematik wenige Befürworter. Eine zunächst geplante Tour zu The Final Cut wurde abgesagt. Begleitend zum Album kam ein Video mit demselben Titel heraus, in dem vier der zwölf Titel filmisch umgesetzt wurden. In dem Film wirkt außer Roger Waters keines der übrigen Bandmitglieder mit.
Später führte Waters häufig Stücke aus The Final Cut live auf. Die übrigen Mitglieder von Pink Floyd hatten keine Rechte an den Songs, und es ist offen, ob sie an einer Aufführung des Albums überhaupt interessiert gewesen wären. Trotz allem erschienen The Fletcher Memorial Home sowie When the Tigers Broke Free auf dem Compilationsalbum Echoes: The Best of Pink Floyd.
Rezeption
Stephen Thomas Erlewine verlieh dem Album in Allmusic lediglich drei von fünf Sternen und schrieb, dieses Album sei in vielerlei Hinsicht fast undurchdringlich, aber mit seiner Wut, der Betonung der Texte und den Klangtexturen sei es klar, dass es das Album ist, das Waters beabsichtigt hatte. Und es werde ebenso klar, dass Pink Floyd in dieser Richtung nicht weitermachen konnte – Waters hatte kein Interesse mehr daran, die Gruppe zusammen zu halten, wie diese Platte zeige, die in vielerlei Hinsicht kaum ein Floyd-Album sei. Sicherlich unverwechselbar, aber nicht leicht zu lieben und, je nach Sichtweise, nicht einmal so leicht zu bewundern.
Trivia
- Im Jahr 2004 wurde das Album neu veröffentlicht. Wie ursprünglich geplant, wurde der dem Film The Wall entnommene Titel When the Tigers Broke Free an vierter Stelle vor The Hero’s Return eingefügt.
- Einige der Titel wie Southampton Dock und The Fletcher Memorial Home spielte Waters auch auf seiner Welttournee 2006/07.
- Wegen seines immensen Einflusses auf das Album wird es auch häufig als Waters’ erstes Soloalbum bezeichnet.
- Die Geräuscheffekte des Albums (Flugzeug, herumgereichter Klingelbeutel etc.) wurden in Kunstkopf-Stereofonie aufgezeichnet.
- The Final Cut ist das letzte Studioalbum von Pink Floyd, bei dem der Albumtitel auch der Titel eines Liedes ist.
Quelle: Wikipedia
A Momentary Lapse Of Reason 1987
- Signs of Life (Gilmour/Ezrin) – 4:24
- Learning to Fly (Gilmour/Moore/Ezrin/Carin) – 4:53
- The Dogs of War (Gilmour/Moore) – 6:05
- One Slip (Gilmour/Manzanera) – 5:10
- On the Turning Away (Gilmour/Moore) – 5:42
- Yet Another Movie (Gilmour/Leonard) – 6:18
- A New Machine (Part 1) (Gilmour) – 1:46
- Terminal Frost (Gilmour) – 6:17
- A New Machine (Part 2) (Gilmour) – 0:38
- Sorrow (Gilmour) – 8:46
A Momentary Lapse of Reason (Ein vorübergehender Verlust der Vernunft) ist das 13. Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es erschien 1987.
Entstehung und Veröffentlichung
Der Titel ist ein Zitat aus dem auf dem Album enthaltenen Stück One Slip. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 7. September 1987 als CD bei EMI im Vereinigten Königreich (Katalognummer: 48068 2). Einen Tag später erschien das Album als CD bei Columbia Records in den Vereinigten Staaten (Katalognummer: CK 40599). Das Album erschien in seiner Originalausführung als CD und LP mit zehn Titeln. Am 23. September 2011 erschien ein remastertes Digipak mit dem Bonustitel Round And Around (Katalognummer: 0289592).
Geschrieben und produziert wurden die Lieder von David Gilmour. Einige Lieder schrieb er alleine, einige in Zusammenarbeit mit Koautoren. Bei der Produktion erhielt er Unterstützung durch Bob Ezrin, der bereits bei The Wall zu den Produzenten gehörte.[2] Das Frontcover wurde von Storm Thorgerson gestaltet. Es war das erste Album von Pink Floyd, nachdem die Anwälte des früheren Bassisten und Hauptsongwriters Roger Waters 1985 die Band (vergeblich) für aufgelöst erklärt hatten. Den Song Yet Another Movie hatte Gilmour Waters 1983 für The Final Cut vorgeschlagen (noch ohne Text), war aber auf Ablehnung gestoßen.
Sowohl bei Fans als auch bei Kritikern stand man dem Album anfangs sehr kritisch gegenüber, ging man durch das Ausscheiden von Waters doch von dem Verlust der treibenden kreativen Kraft bei Pink Floyd aus. Umso mehr war Gilmour entschlossen, nach dem enttäuschenden The Final Cut wieder ein „floydianisches“ Album zu präsentieren, und scheute sich trotz der anhaltenden gerichtlichen Auseinandersetzung mit Waters nicht, eigene finanzielle Mittel sowie diverse Koautoren und Gastmusiker einzusetzen, um dies zu erreichen. Ein zusätzlicher pikanter Umstand war die Mitarbeit von Ezrin an dem Album, erhob doch Waters den Vorwurf, dass Ezrin ihm (Waters) zuerst die Zusage gegeben habe, sein Album Radio K.A.O.S. zu produzieren.
Zu Beginn der Aufnahmen bestanden Pink Floyd nur aus Gilmour und dem letzten verbliebenen Gründungsmitglied, Nick Mason. Keyboarder Richard Wright, der 1979 am Ende der Produktion von The Wall von Roger Waters aus der Band gedrängt worden war, kehrte während der Aufnahmen für A Momentary Lapse of Reason zur Band zurück. Er spielt Keyboard u. a. bei Sorrow, wo auch sein Gesang im Hintergrund zu hören ist. Außerdem brachte er auf On the turning away ein Solo ein, das aber von Gilmour zuletzt wieder gestrichen wurde. Da Wright der Band zunächst nicht offiziell wieder beitrat, ist er in frühen Ausgaben des Albums als Gastmusiker aufgeführt. Auf der Tour zum Album wurde er jedoch wieder als vollwertiges Mitglied vermerkt. An den Aufnahmen waren viele erfahrene Studiomusiker beteiligt, die ihre Beiträge in Großbritannien und in Los Angeles einspielten.
Quelle: Wikipedia
The Division Bell 1994
- Cluster One (Richard Wright, David Gilmour) – 5:58
- What Do You Want from Me (David Gilmour, Richard Wright, Polly Samson) – 4:21
- Poles Apart (David Gilmour, Polly Samson, Nick Laird-Clowes) – 7:04
- Marooned (David Gilmour, Richard Wright) – 5:29
- A Great Day for Freedom (David Gilmour, Polly Samson) – 4:17
- Wearing the Inside Out (Richard Wright, Anthony Moore) – 6:49
- Take it Back (David Gilmour, Bob Ezrin, Polly Samson, Nick Laird-Clowes) – 6:12
- Coming Back to Life (David Gilmour) – 6:19 >>> Video
- Keep Talking (David Gilmour, Richard Wright, Polly Samson) – 6:11
- Lost for Words (David Gilmour, Polly Samson) – 5:14
- High Hopes (David Gilmour, Polly Samson) – 8:32 >>> Video
The Division Bell ist das 14. Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es wurde am 30. März 1994 bei EMI in Europa sowie am 5. April bei Columbia Records in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.
Entstehung
Das überwiegend von dem Gitarristen David Gilmour und dem Keyboarder Richard Wright geschriebene Album steht thematisch im Zeichen der Kommunikation, ist aber kein Konzeptalbum wie The Dark Side of the Moon (1973) oder The Wall (1979). Es entstand in verschiedenen Studios, unter anderem in den Abbey Road Studios (London) und David Gilmours Hausboot The Astoria. Neben Anthony Moore war auch Gilmours Ehefrau Polly Samson am Songwriting beteiligt. Gilmour und Samson heirateten 1994 während der anschließenden Tournee. Samson ist damit neben der Sängerin Clare Torry (Koautorin auf The Great Gig in the Sky vom Album The Dark Side of the Moon) die einzige weibliche Person, die je als Autor eines Pink-Floyd-Liedes genannt wurde. Wright ist zum ersten Mal seit The Dark Side of the Moon auf Wearing the Inside Out als Sänger auf einem Lied der Band zu hören. Weiterhin wird er erstmals seit dem Album Wish You Were Here (1975) bei fünf Titeln als Komponist geführt, unter anderem bei dem mit einem Grammy Award ausgezeichneten Instrumentalstück Marooned.
Im Januar 1993 begannen Gilmour, Mason und Wright mit ersten Arbeiten für neues Songmaterial. Diese fanden zunächst in den umgebauten Britannia Row Studios statt. Zwar hatte die Gruppe anfangs Zweifel daran, an neuen Liedern zu arbeiten, jedoch wuchs schon bald das Selbstvertrauen der Gruppe, so dass der Bassist Guy Pratt gebeten wurde, sich den Aufnahmen anzuschließen. Laut Nick Mason trug Pratt dazu bei, dass den bereits ausgearbeiteten Liedern eine neue Stimmung verliehen wurde.
Die Aufnahmen einiger Improvisationen halfen der Band bei der Ausarbeitung neuer Lieder, so dass nach etwa zwei Wochen etwa 65 Lieder entstanden waren. Mit dem Toningenieur Andy Jackson und dem Co-Produzenten Bob Ezrin wurde die Produktion daraufhin auf Gilmours Hausboot und Aufnahmestudio Astoria verlegt. Dort wurden die entstandenen Lieder angehört und von jedem Mitglied bewertet, so dass schließlich noch etwa 27 Lieder in die engere Auswahl kamen. Weiterhin wurden einige Lieder verworfen, andere wurden zusammengefügt, woraus sich nach weiterer Auswahl 15 Titel ergaben, schließlich traf man weitere Entscheidungen, so dass schließlich elf Lieder auf dem Album erschienen. Für die Bewertung der Lieder nutzte die Band ein besonderes Punktesystem, bei dem jedes Mitglied die Songs mit bis zu zehn Punkten bewertete.
Der überwiegende Teil der schlussendlich ausgewählten Lieder wurde in den Olympia Studios innerhalb einer Woche aufgenommen; nach einer Sommerpause wurden auf Gilmours Hausboot weitere Lieder aufgenommen.
Hintergrund
Der Albumtitel leitet sich von der Glocke (Division Bell) ab, die im Palace of Westminster (Gebäude des britischen Parlaments) geläutet wird, um die Abgeordneten zur Stimmabgabe aufzurufen. Ausgewählt wurde der Titel von dem britischen Science-Fiction-Autor Douglas Adams, einem Freund Gilmours. Als Geburtstagsgeschenk der Band durfte Adams – der selbst ein wenig Gitarre spielte – auf der folgenden Tour bei einem Konzert in London am 28. Oktober 1994 die Band auf der Gitarre begleiten.
Neben David Gilmour und Nick Mason war Richard Wright als vollwertiges Bandmitglied zurückgekehrt. Das Album ist wieder stark an die „Klassische Phase“ von Pink Floyd angelehnt. Wie schon beim Vorgängeralbum A Momentary Lapse of Reason war die Meinung der Fans gespalten: Während viele die Rückbesinnung auf frühere Stärken begrüßten, beklagten andere eine mangelnde Substanz der Songs. Die anschließende Tour war äußerst erfolgreich und setzte nach der A-Momentary-Lapse-of-Reason-Tour für damalige Verhältnisse weitere Maßstäbe, was Lichtshow, Klangqualität und Bühnenperformance angeht.
Auf dem Stück Keep Talking ist der Physiker Stephen Hawking, der wegen eines Luftröhrenschnittes auf die Hilfe eines Sprachcomputers angewiesen war, an mehreren Stellen des Songs zu hören, wo er über die Wichtigkeit von Sprache und Kommunikation doziert.
Artwork
Das Artwork zu The Division Bell wurde wieder von Storm Thorgerson gestaltet, von dem unter anderem die Cover von The Dark Side of the Moon und Wish You Were Here stammten. Auf dem Foto des Titelcovers können dabei (je nach Sichtart) die beiden abgebildeten Metallskulpturen sowohl als zwei miteinander sprechende Personen als auch als ein Gesicht gesehen werden. Die beiden Skulpturen wurden über mehrere Wochen hinweg bei jeder Wetterlage und Tageszeit fotografiert, bis Thorgerson zufrieden war. Besondererweise ist auf dem schwarzen Tray der Original-CD (links neben dem Booklet vorne in der Hülle) der Name der Band in Brailleschrift eingestanzt.
Für das Coverbild wurde im Hintergrund der beiden Köpfe die Kathedrale von Ely bei Cambridge abgebildet. Im Video zum Song High Hopes aus dem gleichen Album spielt die Kathedrale eine wichtige Rolle als Fixpunkt.
Quelle: Wikipedia
Pulse 1995 (Live)
CD / Cassette 1, LP 1 und 2
- Shine On You Crazy Diamond (David Gilmour/Richard Wright/Roger Waters) – 13:35 min
- Astronomy Domine (Syd Barrett) – 4:20 min
- What Do You Want from Me (David Gilmour/Richard Wright/Polly Samson) – 4:10 min
- Learning to Fly (David Gilmour/Anthony Moore/Bob Ezrin/Jon Carin) – 5:16 min
- Keep Talking (David Gilmour/Richard Wright/Polly Samson) – 6:52 min
- Coming Back to Life (David Gilmour) – 6:56 min
- Hey You (Roger Waters) – 4:40 min
- A Great Day for Freedom (David Gilmour/Polly Samson) – 4:30 min
- Sorrow (David Gilmour) – 10:49 min
- High Hopes (David Gilmour/Polly Samson) – 7:52 min
- Another Brick in the Wall (Part Two) (Roger Waters) – 7:08 min
- One of These Days (nur LP und Cassette sowie Maxi-CD „High Hopes“) (David Gilmour/Nick Mason/Roger Waters/Richard Wright) – 6:45 min
- Instrumental
CD / Cassette 2, LP 3 und 4
- Speak to Me (Nick Mason) – 2:30 min
- Instrumental
- Breathe (David Gilmour/Richard Wright/Roger Waters) – 2:33 min
- On the Run (David Gilmour/Roger Waters) – 3:48 min
- Instrumental
- Time (David Gilmour/Richard Wright/Nick Mason/Roger Waters) – 6:47 min
- The Great Gig in the Sky (Richard Wright) – 5:52 min
- Money (Roger Waters) – 8:54 min
- Us and Them (Richard Wright/Roger Waters) – 6:58 min
- Any Colour You Like (David Gilmour/Richard Wright/Nick Mason) – 3:21 min
- Instrumental
- Brain Damage (Roger Waters) – 3:46 min
- Eclipse (Roger Waters) – 2:38 min
- Wish You Were Here (David Gilmour/Roger Waters) – 6:35 min
- Comfortably Numb (David Gilmour/Roger Waters) – 9:29 min
- Run Like Hell (David Gilmour/Roger Waters) – 8:36 min
Pulse (auch P • U • L • S • E geschrieben) ist ein Live-Doppelalbum und Live-Video von Pink Floyd, die 1995 nach der The-Division-Bell-Tournee von 1994 veröffentlicht wurden. Album und Video enthalten eine Live-Aufnahme des vollständigen Albums The Dark Side of the Moon.
Das Video war erst nur als VHS und Video-CD erhältlich; nach mehreren Verzögerungen erschien es am 10. Juli 2006 dann auch auf DVD. Es dokumentiert das vollständige – live per Pay-per-View im TV übertragene – Konzert vom 20. Oktober 1994 im Londoner Earls Court. Das Livealbum dagegen ist ein Zusammenschnitt mehrerer Konzerte der Tournee.
Entstehung
Die Aufnahmen für die CD wurden zwischen August und Oktober 1994 auf Konzerten in London, Rom, Modena und Hannover mit dem Le Voyageur 11 Mobile analog mitgeschnitten. Das Video wurde komplett am 20. Oktober 1994 im Londoner Earls Court aufgenommen.
Das Zusammenschneiden der verschiedenen Auftritte für das Album Pulse wurde zum Teil kritisiert, da man so – im Gegensatz zum Video – kein „echtes“ Konzert geboten bekam. Darüber hinaus wurden verschiedene Titel des Albums im Studio nachträglich überarbeitet. David Gilmour und Co-Produzent James Guthrie betonten jedoch, dass – im Gegensatz zum vorherigen Livealbum Delicate Sound of Thunder – keine Liedteile im Studio neu aufgenommen und eingemischt wurden. Es wurden lediglich falsche Noten und ähnliches für die Veröffentlichung korrigiert, indem man die entsprechenden Instrumenten- bzw. Gesangsparts aus anderen Live-Aufnahmen herausnahm und anstatt der fehlerhaften Passagen verwendete. Die Band begründete diese Vorgehensweise damit, dass man den hohen klanglichen Ansprüchen, die an ein Pink-Floyd-Album gestellt werden, gerecht werden wollte. Trotzdem gilt das Album bei einigen Fans aus diesen Gründen nicht als „richtiges“ Livealbum. Aus dem Publikum aufgenommene Bootlegs der Konzerte zeigen jedoch, dass sich die nachträglichen Änderungen tatsächlich auf die beschriebenen Details beschränken.
Pulse wurde im Q-Sound-Verfahren abgemischt um ein natürlicheres, weiteres Klangfeld abzudecken. Q-Sound ermöglicht ein Semi-Raumklang-Hörerlebnis mit nur zwei Lautsprechern. Dasselbe Verfahren wurde schon 1992 von Roger Waters, dem ehemaligen Kopf von Pink Floyd, für sein Album Amused to Death benutzt.
Doppel-Livealbum
Design
Für das Album-Cover-Design zeichnete Storm Thorgerson verantwortlich. Die CDs waren vorne und hinten in ein kleines Foto-Buch eingeschoben, das in einem Schuber steckte. Auf dem Schuberrücken war eine rote Leuchtdiode angebracht, die mit einer AA-Zelle mehrere Jahre pulsierte. Die Pulsrate war auf die durchschnittliche Herzfrequenz des Menschen abgestimmt. Bei der Neuauflage des Livealbums wurde auf dieses Ausstattungsmerkmal verzichtet und der Schuber etwas verkleinert.
-
Außenpackung der Pulse-CD mit dem Platz für die Leuchtdiode. -
LED-Elektronik aus der Hülle entfernt. -
Batterie-Warnung auf der Innenseite der Verpackung.
Unterschiede US/Europa-Versionen
Die europäische Ausgabe des CD-Albums erschien auf EMI, während Columbia Records andernorts (u. a. USA) für die Veröffentlichung zuständig war. Beide Ausgaben enthalten zwar dieselben Lieder, jedoch gibt es einige Unterschiede an der Verpackung und am Inlay.
- Bei der US-Version der CD kann die Batterie problemlos ausgetauscht werden, da die Halterung nur in den Schuber hineingeschoben ist. Bei der europäischen (UK) Variante ist dies nur mit etwas Aufwand möglich, da Batterie und Leuchtdiode im Schuber verklebt sind.
- Der CD-Aufdruck ist bei der US-Variante etwas spartanischer ausgefallen.
- Das Inlay der europäischen Variante hat etwa 15 Seiten mehr als die US-Variante
- Die US-Version wurde regulär mit einem zusätzlichen, bedruckten Karton verkauft, welcher etwa doppelt so groß ist wie der eigentliche Buchschuber. Dabei hatte der bedruckte Karton eine passende Öffnung für die Leuchtdiode. Auf dem Karton ist eine erweiterte Version des Aufdruckes auf dem Buchschuber zu sehen.
Formate
Die am häufigsten verkaufte Ausgabe des Livealbums ist die als Doppel-CD. Neben der oben beschriebenen Verpackung erschien in Japan im Jahr 2005 auch eine limitierte sogenannte Papersleeve-Ausgabe, bei der die gesamte Aufmachung an eine verkleinerte Ausgabe einer LP-Verpackung erinnert.
Das Album kam in einer limitierten Auflage von 5000 Stück weltweit auch auf vier Vinyl-LPs heraus. Im Gegensatz zur CD fehlt bei der LP-Box das Blinklicht. Dafür ist das kleine Booklet aus der CD als großes Buch (mit einigen zusätzlichen Fotos) Bestandteil der Box. Darüber hinaus enthält die LP-Version auch das Stück One of These Days. Diese Londoner Aufnahme des Stückes ist bisher ausschließlich auf der Pulse-LP sowie der Cassette erschienen. Die bereits 1994 erschienene CD-Single High Hopes / Keep Talking enthielt ebenfalls eine Live-Aufnahme von One of These Days, allerdings stammte diese vom Konzert im Niedersachsenstadion in Hannover am 17. August 1994.
Pulse erschien außer in den üblichen Formaten CD und LP auch noch als Cassetten-Album, ein kurze Zeit später von der westlichen Musikindustrie als Medium vollständig aufgegebenes Format. Die Doppel-Cassette enthielt neben dem auch auf dem Vinyl-Album zu findenden One of These Days noch eine 22-minütige Ambient-Klangcollage, die für gewöhnlich vor Beginn der Konzerte über die Lautsprecher zu hören war. Bis heute ist dieses meist Soundscape betitelte Stück nur auf dem Pulse-Cassetten-Album erschienen.
Quelle: Wikipedia
The Endless River 2014
- Things Left Unsaid (David Gilmour, Richard Wright) 4:27
- It’s What We Do (Gilmour, Wright) 6:18
- Ebb and Flow (Gilmour, Wright) 1:56
- Sum (Gilmour, Nick Mason, Wright) 4:49
- Skins (Gilmour, Mason, Wright) 2:38
- Unsung (Wright) 1:08
- Anisina (Gilmour) 3:17
- The Lost Art of Conversation (Wright) 1:43
- On Noodle Street (Gilmour, Wright) 1:43
- Night Light (Gilmour, Wright) 1:43
- Allons-y (1) (Gilmour) 1:58
- Autumn ’68 (Wright) 1:36
- Allons-y (2) (Gilmour) 1:33
- Talkin’ Hawkin’ (Gilmour, Wright) 3:30
- Calling (Gilmour, Anthony Moore) 3:38
- Eyes to Pearls (Gilmour) 1:52
- Surfacing (Gilmour) 2:47
- Louder than Words (Gilmour, Polly Samson) 6:37
The Endless River ist das 15. und letzte Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es erschien am 7. November 2014.
Für das Album überarbeiteten die verbliebenen Bandmitglieder David Gilmour und Nick Mason Aufnahmen, die nicht für das 1994 erschienene Album The Division Bell verwendet worden waren. The Endless River ist dem 2008 verstorbenen Keyboarder und Mitbegründer der Band Richard Wright gewidmet. Roger Waters, mit dem Gilmour, Wright und Mason 2005 noch einmal aufgetreten waren, beteiligte sich nicht am Album.
Entstehung
Gilmour, Mason und Wright nahmen im Januar 1993 gemeinsam etwa 65 musikalische Ideen in den Britannia Row Studios auf. Für The Division Bell wurde jedoch nur ein kleiner Teil davon tatsächlich verwendet. Zeitweise war geplant, dem Album ein weiteres Album mit instrumentalen Ambient-Stücken (Arbeitstitel: The Big Spliff) beizufügen, dies wurde aber wieder verworfen. Aus diesem Material und weiteren unveröffentlichten Aufnahmen, die vereinzelt bis ins Jahr 1968 zurückreichen, erarbeiteten Gilmour und Mason ab 2012 mit Phil Manzanera und weiteren Produzenten The Endless River. Gilmour und Mason bestätigten, dass dabei letztlich nur ein kleiner Teil von The Big Spliff (zusammengestellt von Andy Jackson) für das Album verwendet wurde.
Der Titel des Albums bezieht sich auf die vorletzte Zeile von High Hopes, dem letzten Stück auf The Division Bell:
„The water flowing / The endless river / Forever and ever.“
Gilmour äußerte gegenüber der L.A. Times Folgendes zum Aufnahmeprozess:
„Innerhalb des letzten Jahres haben wir neue Stücke hinzugefügt, andere wiederum neu aufgenommen und allgemein moderne Studiotechnik dazu genutzt, ein Pink-Floyd-Album für das 21. Jahrhundert zu machen. Nachdem Rick gestorben war, und damit die Chance, jemals wieder mit ihm aufzunehmen, fühlt es sich richtig an, diese gesichteten und überarbeiteten Aufnahmen als Teil unseres Repertoires verfügbar zu machen.“
Der Titel des letzten Songs Louder than Words, des einzigen Songs mit Text, geht auf das Album A Momentary Lapse of Reason von 1987 zurück. Auf dessen letztem Song Sorrow heißt es: "The silence that speaks so much louder than words of promises broken".
Cover
Für das Cover des Albums konnten Pink Floyd nicht mehr auf ihren langjährigen Designer Storm Thorgerson († 2013) zurückgreifen. Sein ehemaliger Hipgnosis-Kollege Aubrey Powell verwendete einen Entwurf von Ahmed Emad Eldin als Basis für das Frontcover. Unterstützt wurde die Arbeit von der Designfirma Stylorouge. Das Cover löste in der Öffentlichkeit geteilte Reaktionen aus, Arno Frank nannte es auf Spiegel Online eine „erlesene Scheußlichkeit“.
Pink Floyd hatten bereits 1987 bei A Momentary Lapse of Reason und 1994 bei The Division Bell einen Mann im Ruderboot ("Boatman") grafisch auf der Plattenhülle thematisiert.
Promotion
Bevor das Boulevard-Blatt The Sun das Album am 6. Juli 2014 aufgrund von Informationen eines Produktionsbeteiligten groß ankündigen konnte, gab Gilmours Frau Polly Samson den Titel sowie ein geplantes Veröffentlichungsdatum für Oktober 2014 über Twitter bekannt. Beide Details fehlten am nächsten Tag im Artikel von Dan Wooton.
Am 22. September 2014 wurde das Album auch offiziell seitens der Band und der Plattenfirma für November 2014 angekündigt. Nachfolgend wurde es in London, Berlin, Paris, Los Angeles, Mailand, New York und Sydney großflächig beworben. Eine Tour zum Album soll es nicht geben, weil es, so Gilmour, ohne Wright "unmöglich" wäre.
Ein Musikvideo zu Louder than Words wurde zum Verkaufsstart des Albums auf dem YouTube-Kanal der Band veröffentlicht. Das Video thematisiert die Austrocknung des Aralsees. Große Teile des Videos wurden von dem Regisseur Po Powell am fast ausgetrockneten Aralsee zwischen Kasachstan und Usbekistan gedreht. Powell stellt den surreal erscheinenden Landschaftsbildern die Hoffnungslosigkeit einer Familie gegenüber, deren Großvater noch ein eigenes Schiff besaß, das nun als verfallendes Wrack auf dem salzigen ehemaligen Seeboden liegt.
Rezeption
Ausgewählten Journalisten wurde das Album u. a. in London, Berlin und Köln bereits vorab vorgestellt. Die Reaktionen waren überwiegend positiv, einige Hörer meinten, Reminiszenzen an frühere Werke der Band zu erkennen. Christoph Henrichs verfasste für das Handelsblatt eine Kritik, die 20 Anspielungen auf frühere Songtexte der Band enthält. Auch Hartmut Rosa betont in seiner Besprechung für Die Zeit diesen Aspekt (sie lassen den Hörer seine eigene Vergangenheit hören) und nennt das Album eine bemerkenswerte Leistung und ein würdiges Alterswerk.
Die Bewertungs-Website Metacritic errechnete kurz nach der Veröffentlichung des Albums eine Metascore von 60, bezogen auf 18 Kritiken aus englischsprachigen Medien. Negative Kritiken aus The Independent und den Los Angeles Times flossen ebenso ein wie positive aus Record Collector, Billboard und The Observer. In den deutschsprachigen Medien fiel das Echo ähnlich gemischt aus.
Wirtschaftlicher Erfolg
Das meist vorab bestellte The Endless River verdrängte schon eine Woche vor seiner Veröffentlichung das Album Four von One Direction vom ersten Platz auf Amazon UK und landete mit 139.351 Verkäufen, der dritthöchsten Verkaufszahl im Jahr 2014, sofort auf Platz eins der britischen Albumcharts. Am 27. November 2014 verkaufte sich die Vinylausgabe insgesamt an die 6000 Mal, wodurch sie im Vereinigten Königreich die erfolgreichste Vinyl-Veröffentlichung im Jahr 2014 wurde und die am schnellsten verkaufte Vinyl-Platte seit 1997.

